Kunstmuseum Bern schlägt zurück
Aktualisiert

Kunstmuseum Bern schlägt zurück

Das Kunstmuseum Bern hat Strafanzeige gegen den Walliser Journalisten Adrien de Riedmatten eingereicht.

Sie wirft dem Betreiber der Internetseite Bureau audiovisuel francophone (BAF) üble Nachrede bei der Kontroverse um die Möwe mit Fötuskopf des Künstlers Xiao Yu in der aktuellen China-Ausstellung vor, wie das Museum mitteilte.

Mit der Strafanzeige reagiert die Museumsleitung zum einen auf eine Strafanzeige de Riedmattens, in welcher dieser dem Kunstinstitut, dem Sammler Uli Sigg und dem Künstler selbst Gewaltdarstellung, Störung des Totenfriedens und Verletzung des Tierschutzgesetzes vorwirft. Zum anderen richte sich die Anzeige gegen unwahre Anschuldigungen und Behauptungen, die de Riedmatten auf seiner Website gemacht habe, sagte Museumssprecherin Ruth Gilgen am Dienstag auf Anfrage.

Das Museum, das das umstrittene Zwitterwesen vorläufig aus der Ausstellung entfernt hat, gab am Dienstag auch die Teilnehmerliste des Symposiums vom kommenden Montag bekannt.

Unter dem Titel «die Grenzen des Darstellbaren» werden folgende Persönlichkeiten diskutieren: die Künstlerin Miriam Cahn, die Philosophie-Professorin Ursula Pia Jauch von der Universität Zürich, die Theologin Irene Neubauer und die Sinologie-Professorin Andrea Riemenschnitter von der Universität Zürich. Dazu kommen Beat Sitter-Liver, Professor für praktische Philosophie an der Universität Freiburg und Mitglied der Eidgenössischen Ethikkommission für Biotechnologie, der Präsident des Schweizer Presserates Peter Studer sowie Matthias Frehner als Direktor des Kunstmuseums Bern.

(dapd)

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