Aktualisiert 04.07.2014 09:52

Gurlitt-Bilder

Kunstmuseum Bern will Ende Jahr Entscheid fällen

Das Berner Kunstmuseum will die Frist ausschöpfen und wohl erst zum Jahresende über die Annahme des Gurlitt-Erbes befinden. Einige Bilder sind wohl Raubkunst.

Das Kunstmuseum Bern wird vermutlich erst gegen Ende Jahr über Annahme oder Ausschlagung der Gurlitt-Erbschaft entscheiden. Zur Klärung der offenen Fragen werde man voraussichtlich die gesamte Sechs-Monate-Frist ausschöpfen müssen, teilte das Haus am Freitag mit.

Der Stiftungsrat setzte eine Rechtsvertretung ein, um die vielfältigen Fragen rund um den Nachlass klären zu lassen. Dabei handelt es sich um die Anwaltskanzlei CMS von Erlach Poncet AG in Zürich, die Partnerkanzleien in München, Berlin und Wien hat. Für die Gesamtleitung verantwortlich ist Beat von Rechenberg.

Umstrittene Sammlung vermacht

Die Kontakte mit den Behörden in München und Berlin seien hergestellt, schreibt das Kunstmuseum Bern weiter. Ziel der laufenden Arbeiten sei es, eine verlässliche Grundlage für den Entscheid über Annahme oder Ausschlag der Erbschaft zu schaffen.

Der im Mai verstorbene Kunstsammler Cornelius Gurlitt hat das Kunstmuseum Bern als Alleinerben eingesetzt. Zum Nachlass gehört Gurlitts komplettes Vermögen inklusive der umstrittenen, millionenschweren Kunstsammlung. Ein Teil der Sammlung steht unter Nazi-Raubkunstverdacht. (sda)

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