21.06.2019 20:48

BaselKunstmuseum entlässt 2 Frauen wegen Streik

Zwei Mitarbeiterinnen des Basler Kunstmuseums sind entlassen worden, nachdem sie am Freitag um 15.24 Uhr die Arbeit niederlegten und am Frauenstreik teilnahmen.

von
vro
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Das Kunstmuseum Basel hat zwei Mitarbeiterinnen entlassen.

Das Kunstmuseum Basel hat zwei Mitarbeiterinnen entlassen.

Keystone/Christian Beutler
Die beiden waren am Freitag, 14. Juni 2019, zur Arbeit erschienen.

Die beiden waren am Freitag, 14. Juni 2019, zur Arbeit erschienen.

Keystone/Georgios Kefalas
Um 15.24 wollten sie sich dann den Demonstranten des Frauenstreiks anschliessen. Ab dieser Zeit arbeiten Frauen kostenlos, wie Anne Fritz, Hauptorganisatorin des Streiks erklärte.

Um 15.24 wollten sie sich dann den Demonstranten des Frauenstreiks anschliessen. Ab dieser Zeit arbeiten Frauen kostenlos, wie Anne Fritz, Hauptorganisatorin des Streiks erklärte.

Keystone/Georgios Kefalas

Am Morgen des 14. Juni waren sie zur Arbeit erschienen. Doch kurz nach 15 Uhr erklärten zwei Angestellte des Kunstmuseums Basel, die als Aufsicht arbeiten, dem Tagesverantwortlichen, dass sie um 15.24 Uhr gehen möchten, um sich dem Demonstrationszug des Frauenstreiks anzuschliessen. Der Vorgesetzte habe ihnen erwidert, dass dies eine Kündigung zur Folge haben könnte, berichtet das SRF Regionaljournal Basel. Beide Frauen waren noch in der Probezeit.

Doch laut einer der Angestellten gab es an diesem Tag deutlich mehr Personal als üblich. Als der Tagesverantwortliche schliesslich erklärte, er könne die Posten besetzen, seien sie gegangen. Die Kunstwerke seien nie in Gefahr gewesen.

«Hätten Streik früher anmelden müssen»

Am Wochenende arbeiteten die beiden wie gewohnt. Doch am Mittwoch folgte dann die erste Kündigung. Die zweite Angestellte wurde am Donnerstag gekündigt, als sie zur Arbeit kam.

Wolfgang Giese, Marketingleiter des Kunstmuseums Basel, sagt gegenüber dem Sender, dass der Tagesverantwortliche nicht habe umdisponieren können. «Die Frauen hätten den Streik früher anmelden müssen, dann hätten sie ohne Folgen teilnehmen können.» Man habe nun jedoch das Vertrauen in sie verloren.

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