Riesige Weihnachtskrippen: Kunstwerk der Florios wird jedes Jahr zur Pilgerstätte
Aktualisiert

Riesige WeihnachtskrippenKunstwerk der Florios wird jedes Jahr zur Pilgerstätte

Sieben Meter lang ist die Krippe des Kleinbasler Ehepaars Florio. Seit 33 Jahren scheut es keinen Aufwand für das Monument, das heuer den Syrienkrieg thematisiert.

von
las

Das Basler Ehepaar Carlo und Adriana Florio-Pizzo sowie die Hofstetterin Angela Belvedere feiern Weihnachten auf ganz besondere Art: Sie bauen monumentale Krippen. (Video: Steve Last/Vincenco Napoli)

Es gibt verschiedene Arten, die Geburt Jesu zu feiern. Für das Basler Ehepaar Carlo (74) und Adriana Florio (79) heisst es vor allem eines: Ran an die Arbeit. Denn ihre Leidenschaft ist es, in monatelanger Arbeit monumentale Weihnachtskrippen zu bauen. Diese sind nicht nur sehr gross, sondern auch mit viel Liebe zum Detail gemacht. Mit dem Aufbau wird bereits im Oktober begonnen.

Florios stellen ihr Werk im Hofeingang ihres Wohnhauses an der Klingentalstrasse 82 aus. Sieben Meter lang und einen Meter tief ist die Einrichtung, die sich aus zahlreichen Gebäuden und beweglichen Teilen zusammensetzt. Zu Letzteren gehören ein funktionales Wasserrad und eine Kunstschneeanlage. «Die 200 Figuren sind alles Einzelstücke», betont Adriana stolz.

Ihre Krippe ist im Clara-Quartier eine bekannte Institution.

Den vielen Besuchern des in Handarbeit gefertigten Unikats bietet das Rentner-Ehepaar heissen Tee und Gebäck an. «Jedes Jahr kommen viele Menschen, um es sich anzusehen. Vor allem Kindergärtler haben viel Freude daran», so Ehefrau Adriana. So lohne sich der Aufwand der Arbeiten, die im Oktober beginnen. Abgebaut wird die Krippe jeweils erst im März. Die beiden machen das schon seit 33 Jahren und scheinen kein bisschen müde zu sein.

Eine Krippe zum Nachdenken

In der besinnlichen Jahreszeit haben die beiden italienisch-stämmigen Einwanderer aber nicht nur den Sinn für Fröhliches. So haben sie dieses Jahr das eine Ende ihrer Krippe den Kindern von Aleppo gewidmet. «Wir sind davon sehr betroffen», sagt Carlo Florio. Schliesslich hätten sie selbst Konflikte erlebt und seien in die Schweiz emigriert. Mit dem Krieg in Syrien seien ihre Erlebnisse zwar nicht zu vergleichen, aber für die Flüchtlinge hätten sie viel Mitgefühl, sagt der pensionierte Gipser.

Ein Statement zu Weltpolitik sucht man derweil in Hofstetten SO vergebens. Dort steht ebenfalls eine gigantische Krippe. Drei mal zwei Meter misst sie und wurde über mehrere Jahre von Wirtin Angela Belvedere aufgebaut. Bei der Technik wurde hier nicht gespart. Eine aufwändige Lichtanlage samt Sternenhimmel und zahlreiche bewegliche Teile wie eine Wasseranlage zeichnen Belvederes Werk aus.

Packt Sie im Advent jeweils auch das Bastelfieber? Schicken Sie uns ein Bild Ihrer Weihnachtskrippe!

Schicken Sie uns Ihre Weihnachtskrippe

Deine Meinung