Kuoni soll in Asien durch Übernahmen wachsen

Aktualisiert

Kuoni soll in Asien durch Übernahmen wachsen

Der neue Verwaltungsratspräsident von Kuoni, Henning Boysen, erachtet Grossübernahmen als taugliches Mittel nachhaltigen Wachstum sicherzustellen.

Allerdings müsse eine Firma zu Kuoni passen und auch der Preis stimmen, sagte er in einem Interview der «NZZ am Sonntag». Zudem fokussiere sich Kuoni in erster Linie auf Märkte mit hohem Wachstumspotenzial wie beispielsweise Indien oder andere asiatische Länder. Kuoni halte sich alle Optionen offen, der Konzern stehe aber nicht zum Verkauf. Boysen hat am vergangenen Montag das Präsidium des Verwaltungsrats als Nachfolger des mit sofortiger Wirkung zurückgetretenen Andreas Schmid übernommen. Er betrachte sich nicht als Übergangspräsident, sagte Boysen. Denn Kuoni brauche Stabilität und eine längerfristige Perspektive. Im Unterschied zu seinem Vorgänger Schmid plädierte der neue Präsident für eine klare Trennung zwischen der operativen Leitung, die der Verantwortung des Managements obliege, und der strategischen Führung durch den Verwaltungsrat. Schmid hatte einen Machtkampf im Verwaltungsrat verloren, nachdem er das Management um Konzernchef Armin Meier mit geheimen Fusionsverhandlungen mit dem britischen Reiseveranstalter First Choice brüskiert hatte. (dapd)

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