Aktualisiert 05.04.2007 09:36

Kupferdiebe geschnappt

Schweizweite Ermittlungen haben im Wallis zur Aufklärung von zwei Kupferdiebstählen geführt.

Dabei wurden zwei Tätergruppen ermittelt, die länder- und kantonsübergreifend tätig waren. Neun Männer sitzen in Haft, zwei wurden abgeschoben.

Wie die Walliser Kantonspolizei am Donnerstag mitteilte, war in beiden Fällen die Industriezone von Vétroz Schauplatz der Kupferkabel-Dienstähle. Das entwendete Metall hatte einen Wert von 117 000 beziehungsweise 26 000 Franken.

Im ersten Fall vom 18. September 2006 wurden die Kabel noch vor Ort zerschnitten, verladen und anschliessend einem Metallverwerter der Region Bern verkauft. Bei den mutmasslichen Tätern handelt es sich um fünf Asylbewerber aus Serbien.

Im zweiten Fall gingen die Täter der Polizei am 9. Januar 2007 zufällig ins Netz. Bei der Kontrolle eines PW mit französischen Kontrollschildern stiessen die Beamten auf den Schlüssel eines im Waadtland immatrikulierten Miet-Transporters. Dieser wurde in Riddes VS geortet, noch voll beladen mit dem gesamten Diebesgut.

Bei den mutmasslichen Tätern handelt es sich um vier serbische Asylbewerber sowie um zwei Serben ohne Aufenthaltsgenehmigung. Die beiden wurden ausgewiesen, die vier anderen im Wallis inhaftiert.

Metalldiebstähle haben sich in der Schweiz in letzter Zeit gehäuft. Der Grund liegt in gestiegenen Preisen. Die Zunahme der Dienstähle führte indes auch zu erhöhter Wachsamkeit.

Letzten Januar konnten die Polizei in Zürich einen 48-jährigen Schweizer festnehmen, dem ein Dutzend Metalldiebstähle angelastet werden.

In Biberist SO konnten zwei Männer in flagranti erwischt werden, als sie Stanzreste aus verzinntem Messing in ein Transportfahrzeug luden. Die beiden werden weiterer Metalldiebstähle beschuldigt.

(sda)

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