Kupferdiebin kam mit Kinderwagen und Nachwuchs
Aktualisiert

Kupferdiebin kam mit Kinderwagen und Nachwuchs

In einem Kinderwagen hat eine 36-jährige Frau in Köln rund 100 Kilogramm gestohlenes Kupferkabel transportiert. Dabei wurde sie von ihren drei Kindern begleitet.

Die Frau und ihr Nachwuchs im Alter von 8, 12 und 14 Jahren waren in der Nacht zum Samstag einer Zivilstreife aufgefallen, wie die Polizei am Montag berichtete. Beim Anblick der Beamten habe sie noch versucht, ihre schwere Fracht in einem nahen Gebüsch zu verstecken. Die 36-Jährige erklärte bei ihrer Festnahme, sie habe das Metall von Unbekannten geschenkt bekommen.

Nach mehreren Diebstählen von Kupferkabel in den vergangenen Wochen fahndet die Polizei den Angaben zufolge inzwischen gezielt nach den Tätern. Ob die 36-Jährige auch für frühere Fälle verantwortlich ist, könne man aber noch nicht sagen, sagte Polizeisprecher Jürgen Göbel. Sie sei aber wohl schon früher mit ihrem Kinderwagen aufgefallen.

Angesichts des hohen Weltmarktpreises werde das Metall als Diebesgut immer beliebter, erklärte der Sprecher. Unter anderem wurde laut Polizei auch Kupferkabel aus dem Gleisbett der Kölner Verkehrsbetriebe entwendet. Göbel sagte, nahe der Stelle, an der die 36-Jährige festgenommen worden sei, gebe es eine Baustelle der Verkehrsbetriebe. Derzeit werde geprüft, ob das Kupferkabel von dort entwendet worden sei. Auch in der Schweiz kommt es in letzter Zeit immer wieder zu teils massiven Kupferdiebstählen. (dapd)

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