Türkei: Kurden sind wütend auf Erdogan
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TürkeiKurden sind wütend auf Erdogan

Gewaltsame Ausschreitungen haben am Samstag den Besuch des türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan im kurdisch dominierten Südosten des Landes begleitet.

In Hakkari, wo Erdogan am Sonntag erwartet wurde, beschädigte eine Explosion die Büros der Regierungspartei, sechs Personen wurden nach Polizeiangaben verletzt. Erdogan traf am Samstag in Van ein, einer Stadt in Ostanatolien. Dort kam es anlässlich seines Besuchs zu Zusammenstössen zwischen kurdischen Demonstranten und der Polizei. Demonstranten warfen mit Steinen und setzten Autos in Brand. Die Polizei habe Warnschüsse abgegeben und Pfefferspray eingesetzt, um die Menschenmenge aufzulösen, hiess es. Sieben Demonstranten und sechs Beamte wurden verletzt, wie Polizeichef Salih Kesmez erklärte.

In Diyarbakir beteiligten sich mehrere tausend Anhänger der prokurdischen Partei für eine Demokratische Gesellschaft an einem Sitzstreik. Sie forderten die Regierung zu Verhandlungen mit den kurdischen Rebellen auf. Erdogan appellierte dagegen an die Bevölkerung, den Kampf der Regierung gegen die Rebellen zu unterstützen.

(dapd)

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