Kriminalgericht Luzern: Er lieferte Kokain in «Snickers, Grösse Medium»

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Kriminalgericht LuzernEr lieferte Kokain in «Snickers, Grösse Medium»

Mehr als fünf Kilo Kokain hat ein Drogenkurier in die Schweiz eingeführt. Auch handelte er mit Kokain. Nun muss das Bandenmitglied ins Gefängnis.

von
Gianni Walther
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Während mehrerer Kurierfahrten hat ein Mann Kokain aus Frankreich in die Schweiz eingeführt. (Symbolbild)

Während mehrerer Kurierfahrten hat ein Mann Kokain aus Frankreich in die Schweiz eingeführt. (Symbolbild)

20min/Agency
Das Kokain holte der Kurier jeweils in Saint-Louis in Frankreich ab. Danach brachte er es über die Grenze.

Das Kokain holte der Kurier jeweils in Saint-Louis in Frankreich ab. Danach brachte er es über die Grenze.

Wikipedia/Roehrensee/CC BY SA 3.0
Mit insgesamt 5,4 Kilo Kokain hatte der Nigerianer Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittel begangen.

Mit insgesamt 5,4 Kilo Kokain hatte der Nigerianer Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittel begangen.

Gerichte Luzern

Darum gehts

  • Das Luzerner Kriminalgericht hat einen Mann (37) wegen Drogendelikten schuldig gesprochen.

  • Der Drogenkurier hatte mehrere Kilogramm Kokain ins Land eingeführt.

  • 100 Gramm Kokain hatte er zudem verkauft.

  • Er wird zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren und zehn Monaten verurteilt.

Weil er mit Kokain gehandelt und Drogen in die Schweiz eingeführt hatte, hat das Luzerner Kriminalgericht einen heute 37-jährigen Mann zu einer Freiheitsstrafe verurteilt. Als Mitglied einer Bande hatte der Mann aus Nigeria seinen ersten Kokaintransport im Sommer 2018 durchgeführt. Damals hatte er auf dem Parkplatz eines Supermarkts in Saint-Louis in Frankreich von einem Mann ein Kilogramm Kokain erhalten. Zur Tarnung waren die Drogen von einer Packung mit Süssigkeiten umhüllt. Mit dem Auto fuhr er das Kokain nach Luzern und übergab es dort an einen Drogenhändler.

Kriminalgericht Luzern verurteilt Kurier zu fast vier Jahren

Später folgten weitere Transporte, so etwa im Dezember 2018 und im März 2019. Erneut holte der Drogenkurier in Frankreich jeweils ein Kilo Kokain ab und brachte es in die Schweiz. Bei zwei weiteren Transporten führte er insgesamt 2,3 Kilo ins Land ein. In einem Fall verkaufte der Mann auch selbst Drogen: Auf eigene Rechnung verkaufte er einem Bekannten 100 Gramm Kokain. Verpackt hatte er dieses in einer «Verpackung eines Snickers, Grösse Medium», wie die Staatsanwaltschaft in der Anklage festgehalten hatte.

Hast du oder hat jemand, den du kennst, ein Problem mit illegalen Drogen?

Hier findest du Hilfe:

Sucht Schweiz, Tel. 0800 104 104

Safezone.ch, anonyme Onlineberatung bei Suchtfragen

Feel-ok, Informationen für Jugendliche

Infodrog, Information und Substanzwarnungen

Innerhalb knapp eines Jahres hatte der Mann mit einer Menge von 5,4 Kilogramm Kokain Drogendelikte begangen. Während des Verfahrens war der Kokainkurier «vollumfänglich geständig und kooperativ», heisst es im Urteil des Kriminalgerichts. Es spricht den Mann wegen mehrfacher Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz schuldig. Er wird mit einer Gefängnisstrafe von drei Jahren und zehn Monaten bestraft. Zudem wird er für zehn Jahre des Landes verwiesen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, Berufung wurde eingelegt. 

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