Aktualisiert 11.01.2010 17:05

Schweizer Börse

Kurse bröckeln mangels Anschlusskäufen

Der Schweizer Aktienmarkt hat mit leichten Verlusten geschlossen. Nachdem der SMI zunächst noch dank guter Vorgaben an die freundliche Performance der Vorwoche angeknüpft und in der Folge ein neues Jahreshoch markiert hatte, begannen die Kurse schon bald mangels Anschlusskäufen abzubröckeln.

Im Fokus der Anleger standen am Montag klar Swiss Life nach anhaltenden Gerüchten um ein mögliches Übernahmeangebot durch die deutsche Allianz-Versicherung. Bereits in der vergangene Woche hatten die Spekulationen zu einem Anstieg um knapp 10 Prozent beim Schweizer Lebensversicherer geführt.

Bei Börsenschluss verlor das Blue Chips Barometer SMI 0,39 Prozent auf dem Stand von 6592,26 Punkten. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) sank derweil um 0,30 Prozent auf 1028,33 Punkte, der breite Swiss Performance Index (SPI) um 0,32 Prozent auf 5691,22 Punkte.

Die Finanzwerte schlossen grösstenteils im Minus, allen voran CS (-2,1 Prozent), Swiss Re (-1,7 Prozent) und UBS (-1,0 Prozent). Die UBS hat laut einem Bericht der «NZZ am Sonntag» im vierten Quartal in die Gewinnzone zurückgefunden. Julius Bär (+1,2 Prozent) schlossen gegen den Trend im Plus.

Die rote Laterne hielten im SMI/SLI indes Petroplus (-4,6 Prozent). Am Markt wurde von Verkaufsdruck aus dem Ausland gesprochen. Sehr schwach schlossen auch Adecco (-2,4 Prozent) und Clariant (-2,1 Prozent).

Auf der Gegenseite waren SGS (+2,5 Prozent) deutlich gesucht. Der Warenprüfkonzern wird am kommenden Freitag als erster SMI-Titel seine vollständigen Zahlen 2009 präsentieren.

Überdurchschnittlich gesucht waren zudem Logitech (+1,1 Prozent). Der Titel hatte bereits letzte Woche dank Hinweisen auf ein solides Weihnachtsgeschäft zugelegt. Gefragt waren auch Nobel Biocare (+0,6 Prozent).

Roche (+0,1 Prozent) setzten die positive Performance der letzten Wochen fort. Am breiten Markt litten Evolva (-25,1 Prozent) nach den massiven Kursavancen von letzter Woche unter Gewinnmitnahmen. Sika stiegen um 0,3 Prozent nach provisorischen Umsatzzahlen für 2009.

Dufry (+5,3 Prozent) profitierten von der Absichtserklärung zur Vollübernahme der Südamerikatochter. Gurit (+3,5 Prozent) wurden von einer Höherstufung durch die UBS gestützt. Swisslog (+8,6

Prozent) avancierten Händlern zufolge nach Spekulationen um einen amerikanischen Interessenten. (sda)

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