Sebastian Kurz erklärt Corona-Pandemie für Geimpfte für beendet

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Sommer-Talk im ORFKurz erklärt Pandemie für Geimpfte für beendet

Der österreichische Kanzler Sebastian Kurz sagte im ORF-Sommer-Talk, dass Geimpfte keinen neuen Lockdown befürchten müssen.

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Sebastian Kurz kündigte an, dass es für Geimpfte keinen Lockdown mehr geben werde. 

Sebastian Kurz kündigte an, dass es für Geimpfte keinen Lockdown mehr geben werde.

Hans Punz/APA/dpa
Im ORF-Sommer-Talk sagte Kurz, das sein Plan ein sogenannter «Schnitzel-Lockdown» ist. Heisst: Bei einer Überlastung der Spitäler würden für Ungeimpfte strengere Maßnahmen kommen.

Im ORF-Sommer-Talk sagte Kurz, das sein Plan ein sogenannter «Schnitzel-Lockdown» ist. Heisst: Bei einer Überlastung der Spitäler würden für Ungeimpfte strengere Maßnahmen kommen.

Hans Punz/APA/dpa
Weiter sagte Kanzler Kurz gegenüber Servus TV: «Wir werden das Virus auch in drei, fünf oder zehn Jahren noch haben.»

Weiter sagte Kanzler Kurz gegenüber Servus TV: «Wir werden das Virus auch in drei, fünf oder zehn Jahren noch haben.»

AFP

Darum gehts

  • Sebastian Kurz deutet an, dass es für Geimpfte keinen Lockdown mehr geben werde.

  • Sogar ein harter Lockdown sei als letzter Ausweg vorstellbar, aber nur für Ungeimpfte.

  • An der Impfung scheint generell in Österreich kaum mehr ein Weg vorbeizuführen.

Eine generelle Impfpflicht schliesst Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) in Österreich aus, wie er im ORF-Sommergespräch am Montagabend erklärte. Nicht aber Massnahmen für Ungeimpfte sollte es notwendig sein. Sein Plan: ein «Schnitzel-Lockdown». «Nur dann, wenn es notwendig ist», werde es die 1G-Regel (geimpft) für Nachtclubs, Grossveranstaltungen und Co. geben. Heisst: Bei einer Überlastung der Spitäler würden für Ungeimpfte strengere Massnahmen kommen, wie «Heute.at» schreibt. Sie dürfen dann nicht mehr in Restaurants, Clubs oder auf Festivals.

Einen Lockdown für Ungeimpfte hatte zuvor von Seite des Koalitionspartners bereits Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) ins Spiel gebracht. «Wir werden als Erstes einen Schritt bei der Maskenpflicht indoor machen», lies Mückstein bereits am Wochenende wissen. Auch 1G sei in Planung, möglicherweise ab Oktober, so Mückstein: «Ein Bereich ist die Nachtgastronomie, aber auch Stehpartys wie beim Après-Ski.»

Treffen werden die Massnahmen – zumindest vorerst – wohl nur die Ungeimpften. Ganz in ihrem eigenen Sinne, wie Mückstein sagt: «Das Virus unterscheidet zwischen ungeimpften Menschen und geimpften» und «das heisst, dass Ungeimpfte in diese Risikobereiche keinen Zutritt haben sollen. Zu ihrem eigenen Schutz». Sogar ein harter Lockdown sei als letzter Ausweg vorstellbar, allerdings ebenfalls nur für Ungeimpfte, liess der Gesundheitsminister durchblicken.

«Werden das Virus auch in drei, fünf oder zehn Jahren haben»

Es ergibt «keinen Sinn, Geimpfte irgendwo nicht hineinzulassen», so Mückstein: «Uns sagen die Experten, dass es keinen Unterschied macht, ob Geimpfte zu Hause bleiben oder nicht», wird er von der «Krone» zitiert. An der Impfung scheint generell in Österreich kaum mehr ein Weg vorbeizuführen, wie auch Bundeskanzler Sebastian Kurz ebenfalls am Wochenende andeutete: «Wir werden das Virus auch in drei, fünf oder zehn Jahren noch haben», sagt er auf Servus-TV.

Dass die Impfung wirkt, belegen neue Zahlen: Die am Montag präsentierten Impf-Spitals-Ergebnisse zeigen, wie gut die Corona-Impfung schützt. Aktuell sind 20 Prozent jener Menschen, die eine Spitalbehandlung benötigen, vollständig gegen Covid 19 geimpft – also rund 115 Personen. Auf den Intensivstationen kämpfen gar nur 18 Patienten nach abgeschlossener Immunisierung um ihr Leben.

Besorgniserregend ist hingegen, wie zeitig die vierte Welle das Land erfasst: Am Montag lagen bereits fünf Mal so viele Patienten auf den Intensivstationen wie Anfang September des Vorjahres. Am Montag gab es 1428 Corona-Neuinfektionen und acht Tote. Auch die Zahl der Intensivpatienten stieg erneut an: Innerhalb nur eines Tages mussten 15 neue Patienten in die heimischen Intensivstationen verlegt werden, 170 sind es nun schon insgesamt. 579 Menschen werden insgesamt mit Corona im Spital behandelt, um 31 mehr als am Vortag.

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(heute.at/fos)

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