Kurz vor den Sommerferien: Hund im Wald «entsorgt»
Aktualisiert

Kurz vor den Sommerferien: Hund im Wald «entsorgt»

Tier-Drama wenige Wochen vor den Sommerferien: Labradormischling Levi wurde mit einem Elektrokabel an einen Baum angebunden – und im Wald «entsorgt».

«Eine Fussgängerin hat Levi zufällig gefunden», sagt Myrta Rieder vom Tierheim Oberbottigen. Die Frau spazierte am Wochenende in einem kleinen Wäldchen bei Helgisried, als sie den etwa zweijährigen Labradormischling entdeckte. «Das arme Tier hatte einen Kindergurt um den Hals und war mit einem Stück Elektrokabel an einem Baum festgebunden», sagt Rieder. Niemand wisse, wie lange Levi dort schon gelitten habe. Die Spaziergängerin alarmierte sofort die Polizei.

Danach wurde der Rüde zur Tierärztin Ursula Ohnewein nach Rüeggisberg gebracht. «Der Hund war gesundheitlich in gutem Zustand. Er ist zwar schlecht erzogen und ängstlich, aber sonst sehr lieb», sagt die Tierärztin. Sie habe Levi mit einem Chip markiert, geimpft und ins Tierheim nach Oberbottigen gebracht.

Bei den Experten klingeln bereits die Alarmglocken: Jeden Sommer werden Hunde kurzerhand ausgesetzt, weil sie den Besitzern zu viel werden. Viele der Hunde landen in einem Zwinger im Tierheim. «Jetzt ist die absolut letzte Gelegenheit, für die Tiere ein Plätzchen während den Sommerferien zu suchen», sagt Tierpflegerin Rieder. Viele Pensionen und Heime seien bereits ausgebucht.

Alessandro Meocci

Deine Meinung