24.08.2020 10:32

Einschätzung Credit SuisseKurzarbeit kostet Bund nur halb so viel wie erwartet

Die Corona-Massnahmen fallen laut Schätzungen der Credit Suisse niedriger aus als befürchtet. Statt 31 Milliarden kostet die Krise den Bund wohl nur 16 Milliarden Franken.

von
Barbara Scherer
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Die Kosten für die Kurzarbeitsentschädigung und für die Corona-Erwerbsersatzentschädigungen fallen tiefer aus als erwartet.

Die Kosten für die Kurzarbeitsentschädigung und für die Corona-Erwerbsersatzentschädigungen fallen tiefer aus als erwartet.

imago images/MiS
Denn in vielen Branchen hat der Bedarf an Kurzarbeit abgenommen.

Denn in vielen Branchen hat der Bedarf an Kurzarbeit abgenommen.

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Damit betragen die ausserordentlichen Ausgaben lediglich 16 Milliarden Franken.

Damit betragen die ausserordentlichen Ausgaben lediglich 16 Milliarden Franken.

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Darum gehts

  • Die Corona-Krise verursacht weniger Schulden als befürchtet.
  • Denn die Kosten für die Kurzarbeit und den Erwerbsersatz fallen tiefer aus.
  • Der Bedarf an Kurzarbeit ist zuletzt gesunken.

Die Corona-Krise belastet die Bundeskasse: Die ausserordentlichen Ausgaben betragen 16 Milliarden Franken, wie die Credit Suisse in einem Gutachten schreibt. Das ist aber nur halb so viel wie die bisher erwarteten 31 Milliarden Franken.

Grund für die bessere Prognose sind die tieferen Kosten für die Kurzarbeitsentschädigung und für die Corona-Erwerbsersatzentschädigungen, wie die Credit Suisse schreibt. Auch die Abschreibungen auf die Covid-19-Kredite dürften kleiner sein als budgetiert, heisst es im Gutachten weiter.

Kurzarbeit seit Lockerung weniger gefragt

Seit die Covid-19-Massnahmen im April langsam gelockert wurden, hat der Bedarf an Kurzarbeit in vielen Branchen abgenommen. Deshalb werden sich die effektiven Kosten für Kurzarbeit und Erwerbsersatz statt auf 25,5 Milliarden Franken lediglich auf 12,2 Milliarden belaufen, so die Einschätzung.

Geht es um die Arbeitslosigkeit, bleiben die Credit-Suisse-Ökonomen pessimistisch. Sie rechnen dieses Jahr mit einer Arbeitslosenquote von 3,5 Prozent im Jahresdurchschnitt. Diese könnte weiter steigen. Deshalb lautet die Prognose für 2021 3,8 Prozent.

3,1 Milliarden Franken Defizit

Der Bundesrat rechnet für 2020 nach neusten Hochrechnungen mit einem ordentlichen Defizit von 3,1 Milliarden Franken. Dies ist vor allem auf einen erwarteten Rückgang der Steuereinnahmen von 5,8 Milliarden Franken zurückzuführen. Etwa die Hälfte davon erklärt sich durch geringere Einnahmen aus der Mehrwertsteuer, Importen, Dividendenausschüttungen oder Treibstoffverbrauch infolge des
Einbruchs des Bruttoinlandprodukts (BIP).

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167 Kommentare
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Ernesto H

25.08.2020, 05:37

Ok und wo ist der Haken?

Ch

25.08.2020, 04:50

Na wie fast bei allem wird am Anfang immer etwas behauptet und dann kommen ganz andere Zahlen ..

Weber Walter

25.08.2020, 04:50

und plötzlich dreht sich wieder alles ums Geld? bis der letzte Baum gefällt ist und die letzte Quelle versiegt ist, dann merkt ihr hoffentich vorher, dass man Geld nicht essen kann!