St. Gallen / Aarau: Kurzer Prozess mit Hooligans
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St. Gallen / AarauKurzer Prozess mit Hooligans

Für drei Fans endete ein Fussballmatch in St. Gallen mit einer gesalzenen Rechnung, in Aarau kam es zu Anzeigen und Stadionverboten.

von
whr

Nach dem Fussballmatch FC St. Gallen gegen AC Bellinzona vom Donnerstagabend hat die Staatsanwaltschaft drei St. Galler Fans im Schnellverfahren bestraft. Zwei waren nach Spielende über die Absperrgitter gestiegen, ein dritter war trotz Stadionverbots am Match.

Die drei Fans wurden noch am Donnerstag abgeurteilt, wie die Staatsanwaltschaft am Freitag mitteilte. Zwei von ihnen erhielten bedingte Geldstrafen von 2000 Franken sowie Bussen von 600 und 800 Franken. Der dritte wurde mit 1200 Franken gebüsst. Zudem müssen die Fans Verfahrenskosten bezahlen.

Anzeigen und Stadionverbote in Aarau

In Aarau wurden bereits vor dem Spiel Aarau gegen GC zwei Personen durch die Polizei vom Brügglifeld entfernt, wie die Kantonspolizei Aargau berichtet. Der eine, ein 16-jähriger Aargauer versuchte trotz Stadionverbot ins Brügglifeld zu gelangen. Er wurde auf den Polizeiposten geführt, wo er seinem Vater übergeben wurde. Er muss zudem mit einer Anzeige rechnen.

Angezeigt wegen Gewalt und Drohung gegen Beamte wird auch ein 19-jähriger Aargauer, welcher als Steinewerfer ermittelt werden konnte.

Nach dem Spiel entlud sich der Frust der Aarauer Fans und es kam in der Stadt zu Ausschreitungen mit den GC-Fans. Durch das konsequente Einschreiten der Polizei konnten Sachschäden und weitere Straftaten vermieden werden. Gegen 23:30 Uhr hatte sich die Lage wieder normalisiert.

Insgesamt erfolgten zwei Anzeigen wegen Gewalt und Drohung gegen Beamte, eine Anzeige wegen Missachtung Stadionverbot, sowie einmal wegen Urinieren auf öffentlichen Strassen und unberechtigtes Anbringen von Klebern. Ebenfalls wurden zwei Stadionverbote ausgesprochen.

(whr/sda)

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