Aktualisiert 19.08.2009 17:01

BundesverwaltungsgerichtKurzfristig angeordnete Südanflüge zulässig

Das Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) darf bei heiklen Witterungsverhältnissen auch ausserhalb der Sperrzeiten Südanflüge auf den Flughafen Zürich-Kloten bewilligen.

Dies entschied das Bundesverwaltungsgericht und wies eine Beschwerde des Vereins Flugschneise Süd - Nein (VFSN) ab. Das BAZL hatte gestützt auf die Wetterprognosen und aus Sicherheitsgründen ein Gesuch der Flughafen Zürich AG gutgeheissen, vom 21. November bis zum 24. November 2008 den notwendigen Luftraum für Instrumentenanflüge auf die Piste 34 von Süden her freizugeben. Das Bundesverwaltungsgericht kam nun zum Schluss, dass diese Anordnung zu Recht gestützt auf das Betriebsreglement erfolgte und dass sie auch verhältnismässig war.

Die öffentlichen Interessen am Schutz der Flugsicherheit und an der Aufrechterhaltung des Flughafens als zentraler Landesflughafen überwögen gegenüber dem Interesse der Bewohner der Südanflugschneise deutlich. Zumal diese nur ausnahmsweise und zeitlich eng begrenzt von zusätzlichem Lärm betroffen gewesen seien. Das Urteil kann noch ans Bundesgericht in Lausanne weitergezogen werden. (dapd)

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