Kuwait will Valentinstag verbieten
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Kuwait will Valentinstag verbieten

Eine Gruppe konservativer Abgeordneter in Kuwait will romantische Traditionen zum Valentinstag gesetzlich verbieten lassen.

Solche aus dem Ausland importierten Gedenktage würden junge Muslime verderben und das Königreich seiner arabischen und islamischen Identität berauben, erklärten die Parlamentarier zur Begründung. Derzeit würden mögliche Gesetzesänderungen geprüft, sagte der Abgeordnete Dschamaan al Hirbisch am Mittwoch.

Trotz seines westlichen Ursprungs ist der Valentinstag auch in Kuwait sehr beliebt: Restaurants und Blumenläden werden mit roten Ballons geschmückt, und in Zeitungen finden sich Inserate für Schmuck und Süssigkeiten in Herzform. «Der Staat ist verpflichtet, solche Aktivitäten zu stoppen», sagte der Abgeordnete Walid al Tabtabai empört. Es gehe schliesslich nur darum, «Profit zu machen und die kuwaitische Gesellschaft zu zerstören».

In Saudi-Arabien warnte die Religionspolizei davor, am 14. Februar irgendwelchen Valentinstag-Traditionen nachzugehen. Muslime sollten einander zu diesem «atheistischen» Tag nicht gratulieren und auch nichts zu sich nehmen oder kaufen, was damit zu tun habe, erklärte die sogenannte Muttawa und kündigte «rechtliche Massnahmen» an. Die Muttawa wird jedes Jahr vor dem Valentinstag besonders aktiv und inspiziert Blumen- und Geschenkläden. Die Einwohner des Königreichs erledigen ihre Einkäufe zum Valentinstag daher schon Wochen vorher. (dapd)

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