Aktualisiert 08.03.2019 11:47

Job-Einstieg

KV-Abgänger verdienen 55'146 Franken pro Jahr

Die Löhne sind für KV-Absolventen gestiegen. Zudem hat die Mehrheit der Berufseinsteiger rasch eine erste Stelle gefunden.

von
dob
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KV-Absolventen haben im letzten Jahr teils mehr verdient.

KV-Absolventen haben im letzten Jahr teils mehr verdient.

Keystone/Gaetan Bally
So lag der Median der Einstiegslöhne im November bei 55'146 Franken.

So lag der Median der Einstiegslöhne im November bei 55'146 Franken.

Keystone/Gaetan Bally
Das ist das Resultat einer Befragung des Verbands bei 3300 KV-Absolventen.

Das ist das Resultat einer Befragung des Verbands bei 3300 KV-Absolventen.

Keystone/Walter Bieri

Wer im letzten Jahr als Absolvent des Kaufmännischen Verbands (KV) einen Job gefunden hat, hat womöglich mehr verdient als die Berufseinsteiger in den Vorjahren. So lag der Median der Einstiegslöhne im November bei 55'146 Franken. Die eine Hälfte der Löhne ist demnach über dieser Summe, die andere unterhalb. Zum Vergleich: Im November 2017 und 2016 war der Medianlohn noch bei 54'600 Franken pro Jahr.

Das ist das Resultat einer Befragung des Verbands bei 3300 KV-Absolventen. Doch nicht alle können sich über einen gestiegenen Lohn freuen. 14,4 Prozent der Saläre liegen laut KV unter der Mindestlohnempfehlung des Verbandes bei 52'000 Franken pro Jahr.

Schneller Berufseinstieg

Verbessert hat sich für KV-Absolventen das Berufsumfeld. So ist die Beschäftigungsrate erstmals nach 2014 im November 2018 gestiegen. Zwei Drittel der Befragten haben innerhalb der ersten vier Monate nach Abschluss der kaufmännischen Grundbildung eine reguläre Stelle gefunden.

Grund für diese gestiegene Beschäftigungsrate ist zum einen die verbesserte Situation auf dem Arbeitsmarkt. Zum anderen gaben viele Betriebe ihren Lehrlingen eine Stelle nach dem KV-Abschluss. Insgesamt arbeiten sieben von zehn Personen im November noch beim ehemaligen Lehr- oder Praktikumsbetrieb. «Immer mehr Absolventen bleibt damit der Prozess der Stellensuche vorerst erspart», schreibt der Verband.

Kaum mit Mobbing oder sexueller Belästigung konfrontiert

Hingegen wird es für die Abgänger, die nicht direkt nach dem Abschluss einen Job vom ehemaligen Betrieb angeboten erhalten, schwieriger, den Einstieg in den Arbeitsmarkt zu schaffen. «Mein ehemaliger Lehrbetrieb konnte mich nicht übernehmen. Sie haben Personen mit mehr Erfahrung gesucht, aber die kann man direkt nach der Ausbildung noch nicht vorweisen», zitiert der Verband die 24-jährige Absolventin Soraya.

Erstmals hat das KV mit der Befragung das Risikopotenzial für psychosoziale Erkrankungen am Arbeitsplatz abgefragt. Das Resultat war positiv: Die befragten Absolventen geben an, kaum mit Mobbing, sexueller Belästigung oder Gewalt konfrontiert worden zu sein. Verbreitet sind dagegen Risiken bei der Arbeit selber. So werden eine hohe Arbeitsmenge, ein hoher Arbeitsdruck und häufige Störungen während der Arbeit als häufigste Belastung genannt.

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