16.04.2020 17:38

Umfrage

KV-Lernende verdienen oft zu wenig

Die Mehrheit der KV-Lernenden verdient weniger, als vom Kaufmännischen Verband empfohlen wird. Trotzdem bekommt die Ausbildung von Abgängern gute Noten.

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Die kaufmännische Ausbildung ist 2019 laut der Umfrage des Kaufmännischen Verbandes Schweiz weiterhin Spitzenreiter unter den Berufsausbildungen. Jährlich würden von rund 76'000 Jugendlichen, die eine berufliche Grundbildung starten, 20 Prozent eine KV-Lehre absolvieren.

Die kaufmännische Ausbildung ist 2019 laut der Umfrage des Kaufmännischen Verbandes Schweiz weiterhin Spitzenreiter unter den Berufsausbildungen. Jährlich würden von rund 76'000 Jugendlichen, die eine berufliche Grundbildung starten, 20 Prozent eine KV-Lehre absolvieren.

Keystone/Gaetan Bally
Die KV-Abgänger wiesen ein hohes Commitment und Leidenschaft für den Beruf auf. Ausserdem würden sich über 90 Prozent der Befragten nach Abschluss gut bis sehr gut auf das Berufsleben vorbereitet fühlen.

Die KV-Abgänger wiesen ein hohes Commitment und Leidenschaft für den Beruf auf. Ausserdem würden sich über 90 Prozent der Befragten nach Abschluss gut bis sehr gut auf das Berufsleben vorbereitet fühlen.

Keystone/Gaetan Bally
Der Berufs- und Branchenverbleib unter den Abgängern ist sehr hoch, denn nur rund 3,9 Prozent der Befragten hätten die berufliche Ausrichtung nach der Lehre gewechselt.

Der Berufs- und Branchenverbleib unter den Abgängern ist sehr hoch, denn nur rund 3,9 Prozent der Befragten hätten die berufliche Ausrichtung nach der Lehre gewechselt.

Keystone/Gaetan Bally

Die kaufmännische Ausbildung ist 2019 laut der Umfrage des Kaufmännischen Verbandes Schweiz weiterhin Spitzenreiter unter den Berufsausbildungen. Jährlich würden von rund 76'000 Jugendlichen, die eine berufliche Grundbildung starten, 20 Prozent eine KV-Lehre absolvieren. Die KV-Abgänger weisen demnach ein hohes Commitment und Leidenschaft für den Beruf auf. Ausserdem würden sich über 90 Prozent der Befragten nach Abschluss gut auf das Berufsleben vorbereitet fühlen.

Der Berufs- und Branchenverbleib unter den Abgängern sei sehr hoch, denn nur rund 3,9 Prozent der Befragten hätten die berufliche Ausrichtung nach der Lehre gewechselt. Nicole Cornu, Fachverantwortliche Grundbildung und Jugendberatung beim Kaufmännischen Verband, erklärt: «Eine starke Identifikation mit dem KV und der daraus resultierende Berufsstolz sind besonders wichtig, da sie zu einer verbesserten Dienstleistung der Mitarbeitenden führen. Stolze und zufriedene Mitarbeitende bleiben tendenziell häufiger im Berufsfeld.»

Weiterbildung als Karriere-Baustein

KV-Abgänger seien sich schon früh der Relevanz von Weiterbildungen bewusst, schreibt der Kaufmännische Verband Schweiz in einer Medienmitteilung. Durch Weiterbildungen erhoffe sich ein Grossteil bessere Karrierechancen oder die Erweiterung der eigenen Kompetenzen. «Wer sich weiterbilden möchte, achtet bei der Jobsuche und -auswahl zunehmend auf eine gute Work-Life-Balance», so Cornu.

Laut der Fachverantwortlichen ist das KV ein ideales Sprungbrett für eine abwechslungsreiche Karriere und wird immer beliebter bei Arbeitgebern. «Die Abgänger bringen den richtigen Grundstein für eine Fachausbildung zum mittleren Kader mit.»

Tiefe Löhne

Doch bei der Umfrage fällt ein finanzieller Aspekt ins Auge. Rund 64 Prozent der Lernenden-Löhne liegen 2019 weiterhin unter den Empfehlungen des Kaufmännischen Verbandes. Die Richtlinien empfehlen je nach Lehrjahr einen monatlichen Lohn von 770 bis 1480 Franken.

Der durchschnittliche Bruttojahreslohn der KV-Abgänger sei hingegen im Vergleich zum Vorjahr um 750 Franken gestiegen und erreiche nun 55'900 Franken.

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