Aktualisiert 16.02.2005 16:44

Kyoto-Protokoll: Grund zum Feiern

Das In-Kraft-Treten des Kyoto- Protokolls wurde als Grund zum Feiern gewürdigt. Der zukünftige Vorsitzende der UN-Klimakommission, Tony Blair, will die USA zum Beitritt bewegen.

Der Präsident des UNO- Klimasekretariats, Hiroshi Ohki, hat das In-Kraft-Treten des Kyoto- Protokolls als Grund zum Feiern gewürdigt. Doch seitdem sei viel passiert und es stünden viele neue Daten und Informationen zur Verfügung.

Wenn jetzt nichts gegen die Erwärmung der Atmosphäre unternommen werde, werde dies «ernsthafte Konsequenzen» für die ganze Welt haben. «Lassen sie uns damit beginnen, zusammen zu arbeiten», sagte Japans früherer Umweltminister bei einem Festakt am Mittwoch.

Die Friedensnobelpreisträgerin Wangari Maathai betonte die Verantwortung jedes Einzelnen im Kampf gegen die Erwärmung der Erdatmosphäre betont. «Wir müssen bei uns selbst anfangen.» Sie forderte mehr Anstrengungen zur Verringerung der Treibhausgabe.

Das Problem dabei sei, dass viele Menschen sich an ihren derzeitigen Lebensstil gewöhnt hätten. «Wir sind die Generation, die es noch schaffen kann, es anders zu machen», sagte Maathai.

«Die Biosphäre braucht das Kyoto-Protokoll.» Die Menschen müssten begreifen, dass wir auf einem Planeten mit endlichen Ressourcen leben. Verantwortung dabei trügen auch die grossen Industrienationen. Ohne sie sei es unmöglich, die Millenniumsziele der Vereinten Nationen zu erreichen und die Armut Vergangenheit werden zu lassen.

Der künftige G8-Vorsitzende, Grossbritanniens Premier Tony Blair, zeigte sich am Mittwoch «fest entschlossen», die USA wieder zur Teilnahme an dem internationalen Dialog zum Klimaschutz zu bewegen. Das Thema habe grosse Priorität wenn Grossbritannien den G8-Vorsitz übernehme. Ausserdem sei es wichtig, China und Indien in die Gespräche über den Klimaschutz einzubinden.

(sda)

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