07.09.2020 08:20

Bluttat in St. GallenL.D. (22) tötete sein Opfer (46) mit einer Metallpfanne

Am vergangenen Mittwoch tötete ein 22-Jähriger in St. Gallen eine 46-Jährige Frau. Nun gab die Staatsanwaltschaft weitere Details zum Fall bekannt.

von
Lucas Orellano

Darum gehts

  • Der 22-Jährige, der am vergangenen Mittwoch eine 46-Jährige tötete, benutzte dabei eine Metallpfanne.
  • Dies gab die Staatsanwaltschaft des Kantons St. Gallen bekannt.
  • Bislang war von einem «stumpf-kantigen» Gegenstand die Rede gewesen.

Langsam kommt mehr Licht ins Dunkel der Bluttat in St.Gallen, bei der eine 46-Jährige getötet worden war. Wie die Staatsanwaltschaft des Kantons St. Gallen gegenüber dem «Tagblatt» bestätigte, war die Tatwaffe eine Metallpfanne. Bislang war jeweils von einem «stumpf-kantigen» Gegenstand die Rede gewesen.

Zudem bestätigt die Staatsanwaltschaft, dass der Täter bis vor rund drei Jahren in der Nähe des Tatortes gewohnt habe. Dennoch gehen die Ermittler weiter davon aus, dass sich Täter und Opfer nicht gekannt haben. «Wir sehen keinen Zusammenhang», sagte die Mediensprecherin zum «Tagblatt».

Äusserst brutales Vorgehen

Am Mittwoch hatte sich der 22-Jährige kurz nach 12 Uhr in einem Haus an der Speicherstrasse in St. Gallen Zutritt in eine Wohnung verschafft. Dort begann er, mit einem stumpf-kantigen Gegenstand auf eine 46-jährige Frau einzuschlagen. Sowohl die Auswahl der Wohnung als auch des Opfers erscheine zum jetzigen Zeitpunkt «als völlig zufällig», hiess es am Donnerstag in einem Communiqué der St. Galler Staatsanwaltschaft.

Die alarmierten Polizeibeamten hätten nach ihrem Eintreffen den mutmasslichen Täter aufgefordert, inne zu halten. Er habe nicht reagiert und weiter «massivst» auf die Frau eingeschlagen, schilderte die Staatsanwaltschaft das Geschehen. Darauf hätten zwei Polizisten mehrere Schüsse auf den Mann abgegeben. Der Schweizer starb noch am Tatort. Es gebe Anhaltspunkte, dass der mutmassliche Täter psychische Probleme gehabt habe. Beleg dafür sei «das äusserst brutale Vorgehen», sagt Regula Stöckli, Sprecherin der St. Galler Staatsanwaltschaft.

Suizidgedanken? Hier finden Sie Hilfe

Beratung:

Dargebotene Hand, Tel. 143, (143.ch)

Angebot der Pro Juventute: Tel. 147, (147.ch)

Kirchen (Seelsorge.net)


Anlaufstellen für Suizid-Betroffene:

Nebelmeer – Perspektiven nach dem Suizid eines Elternteils (Nebelmeer.net);

Refugium – Geführte Selbsthilfegruppen für Hinterbliebene nach Suizid (Verein-refugium.ch);

Verein Regenbogen Schweiz (Verein-regenbogen.ch).

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