Nachfolger gefunden: Labbadia soll Stuttgart retten
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Nachfolger gefundenLabbadia soll Stuttgart retten

Der VfB Stuttgart entliess zum zweiten Mal in dieser Saison den Trainer. Zwei Monate nach Christian Gross muss nun auch dessen früherer Assistent und Nachfolger Jens Keller seinen Platz räumen.

Jens Keller hielt sich nur gerade 2 Monate als Cheftrainer bei Stuttgart.

Jens Keller hielt sich nur gerade 2 Monate als Cheftrainer bei Stuttgart.

Der ehemalige Leverkusen- und HSV-Trainer Bruno Labbadia (44) wurde als Nachfolger von Keller präsentiert. Labbadia erhält einen Vertrag bis Sommer 2013, der allerdings nur für die Bundesliga gilt. «Wir sehen nur das Ziel, am letzten Spieltag in der Bundesliga zu bleiben», sagte der frühere Bayern-Stürmer Labbadia, der am Sonntag erstmals das Training bei den Schwaben leitete.

Als Christian Gross am 13. Oktober, während der Nationalmannschaftspause, entlassen wurde, war der VfB Stuttgart mit drei Punkten aus sieben Spielen auf dem letzten Platz klassiert. Nun sind die Schwaben noch immer auf einem Abstiegsplatz (17.) und haben die Kurve nicht gekriegt: Unter Keller gab es in neun Partien nur zwei Siege.

Stuttgart noch nie überzeugend

Der VfB Stuttgart überzeugte mit Keller in der Verantwortung bloss einmal von A bis Z: das war beim 6:0 gegen ein desolates Werder Bremen. Ansonsten zeigten die Schwaben teilweise rätselhafte Auftritte. Wie zum Beispiel beim 3:3 in Kaiserslautern, als ihnen der Sieg nach einer 3:0-Führung in der Schlussphase entglitt.

Am Ende brachte die Niederlage am Freitag in Hannover (1:2) das Fass zum Überlaufen. Hinterher hatte Keller die Mannschaft hart kritisiert: «Das hatte nichts mit Abstiegskampf zu tun. In der ersten Halbzeit waren wir überhaupt nicht auf dem Platz», so der Trainer nach dem Spiel. Kurz darauf war er nicht mehr Coach der verunsicherten Truppe. (si)

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