Nach Unfall in den USA – Laboraffe auf der Flucht – «nähern Sie sich dem Tier nicht»

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Nach Unfall in den USA Laboraffe auf der Flucht – «nähern Sie sich dem Tier nicht»

Die Polizei im US-Bundesstaat Pennsylvania sucht nach einem Autounfall nach einem Affen. Bei dem Tier handelt es sich möglicherweise um einen Laboraffen, der für die Corona-Impfstoffforschung eingesetzt wird.

von
Karin Leuthold
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Dieser Laboraffe wird am 22. Januar 2022 im US-Bundesstaat Pennsylvania verzweifelt gesucht.

Dieser Laboraffe wird am 22. Januar 2022 im US-Bundesstaat Pennsylvania verzweifelt gesucht.

AFP
Ein Laster mit Laboraffen war am Tag zuvor auf einer Autobahn in den USA verunfallt.

Ein Laster mit Laboraffen war am Tag zuvor auf einer Autobahn in den USA verunfallt.

Twitter
«Wir bitten darum, dass niemand versucht, nach dem Tier zu suchen oder es zu fangen», warnte allerdings die Polizei. Wer den Affen sehe, solle die Behörden rufen.

«Wir bitten darum, dass niemand versucht, nach dem Tier zu suchen oder es zu fangen», warnte allerdings die Polizei. Wer den Affen sehe, solle die Behörden rufen.

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Darum gehts

  • Ein Laster mit Laboraffen ist auf einer Autobahn in den USA verunfallt.

  • Vier Tiere konnten entwischen, drei davon wurden schon eingefangen.

  • Doch vom vierten Tier fehlt jede Spur.

Die Bevölkerung rund um der Kleinstadt Danville im US-Bundesstaat Pennsylvania wurde von den Behörden aufgerufen, vorsichtig zu sein und einem entwischten Laboraffen nicht zu nahe zu kommen. Die Leute wurden davor gewarnt, den Makaken selbst «zu suchen oder zu fangen». Es handele sich um ein nicht domestiziertes Tier, das sich in einem unbekannten Gebiet befinde. «Es ist schwer zu sagen, wie es auf einen Menschen reagieren würden, der sich ihm nähert», begründete Polizistin Lauren Lesher gegenüber «US News».

Nach einem Verkehrsunfall auf einer Autobahn waren am Freitag in der Nähe von Danville Dutzende Boxen mit rund 100 Affen aus einem Lastwagen gefallen. Vier davon konnten «von der Unfallstelle in die Umgebung fliehen», teilte die Polizei auf Twitter mit. Drei der Tiere wurden später wieder eingefangen, doch nach dem vierten wird weiter gesucht.

Vier konnten entkommen, einer ist noch auf der Flucht

Der LKW mit den Affen war auf dem Weg zu einem Labor in Florida mit einem Müllwagen zusammengestossen. Das Fahrzeug war auf der Interstate 80 in westlicher Richtung unterwegs, als der Fahrer an der Ausfahrt Danville abfuhr und dann sofort versuchte, wieder aufzufahren. Dabei überquerte er laut Augenzeugen die andere Fahrspur.

Seit Freitagabend suchen Einsatzkräfte laut der Nachrichten-Website «WNEP» mit einem Helikopter mit Wärmekameras nach dem Tier. Einige Polizisten suchen mit Gewehren in der Hand nach den Affen. Am Samstag veröffentlichten die Beamten das Foto eines der Primaten, der in der eiskalten Nacht auf einem Baum hockte.

Affen in der Corona-Impfstoffforschung gefragt

Der Standort des Labors und die Art der Forschung, für die diese Affen bestimmt waren, ist unklar. In einem Bericht aus dem Jahr 2015, das auf der Website des Nationalen Zentrums für biotechnologische Information veröffentlicht wurde, werden Langschwanzmakaken, die auch als Javaneraffen bekannt sind, als die am häufigsten verwendete Primaten in präklinischen toxikologischen Studien angegeben.

Laut einem Bericht der «New York Times» könnten die Affen bis zu 10'000 Dollar (umgerechnet etwa 9100 Franken) kosten und sind insbesondere in der Corona-Impfstoffforschung gefragt. In Gefangenschaft können die Tiere bis zu 30 Jahre alt werden.

Du weisst von einem Tier in Not?

Hier findest du Hilfe:

Feuerwehr, Tel. 118 (Tierrettung)

Polizei, Tel. 117 (bei Wildtieren)

Tierrettungsdienst, Tel. 044 211 22 22 (bei Notfällen)

Schweizerische Tiermeldezentrale, wenn ein Tier entlaufen/zugelaufen ist

Stiftung für das Tier im Recht, für rechtliche Fragen

GTRD, Grosstier-Rettungsdienst, Tel. 079 700 70 70 (Notruf)

Schweizerische Vogelwarte Sempach, für Fragen zu Wildvögeln, Tel. 041 462 97 00

Tierquälerei:

Meldung beim kantonalen Veterinäramt oder beim Schweizer Tierschutz (anonym möglich)

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