Artenvielfalt: Lachs gegen Bär: eins zu null
Aktualisiert

ArtenvielfaltLachs gegen Bär: eins zu null

Der Lachs gehört im auslaufenden Jahr zu den Gewinnern. Auf der Verliererseite steht dagegen unter anderem der Bär. Dies geht aus den vom WWF publizierten Listen zur Artenvielfalt hervor.

Nach wie vor sei die Artenvielfalt weltweit stark bedroht, teilte der WWF am Montag mit. Besonders gravierend sei das Artensterben bei den Säugetieren, wo mittlerweile jede fünfte Art bedroht sei. Insgesamt seien gemäss der diesjährigen Roten Liste der Naturschutzorganisation IUCN 38 Prozent der evaluierten Tiere, Pflanzen und anderen Lebewesen bedroht. Das sind rund 16.982 Arten, wie der WWF schreibt. Im Jahr 1996 seien es rund 10.000 Arten gewesen.

Laut WWF gibt es aber auch Erfolgsmeldungen: So wurde im vergangenen Herbst in Basel der erste Lachs seit 50 Jahren gesichtet. Dies sei nicht zuletzt ein Verdienst der langjährigen Anstrengungen des Bundes sowie der Kantone Basel-Stadt, Basel-Landschaft und Aargau. Der WWF will mit einem Aktionsplan erreichen, dass der Lachs dauerhaft in der Schweiz heimisch wird. Ebenfalls auf die WWF-Gewinnerliste 2008 schafften es das Nashorn, der siamesische Halbinsel-Grubenotter, der Flachlandgorilla und der Stör.

Auf der Verliererseite steht laut der Organisation dagegen der Bär, der wieder aus der Schweiz verschwunden ist, nachdem der «Problembär» JJ3 erschossen worden und ein weiteres Tier ins Südtirol abgewandert war. Auch das Wildkaninchen und die Libellenart «gemeine Binsenjungfer» gehören gemäss WWF zu den Verlierern, da ihre Bestände in der Schweiz stark zurückgingen. Weltweit werden auch der rote Thunfisch und der Pangolin, ein in Asien und Afrika lebendes Säugetier, zu den Verlierern 2008 gezählt.

(dapd)

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