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Lady Di: Bilder einer sterbenden Prinzessin

Auf eine landesweite Welle der Entrüstung und einhellige Kritik ist in Grossbritannien die Ausstrahlung von Bildern der sterbenden Prinzessin Diana durch den US-Sender CBS gestossen.

Die Familie von Diana zeigte sich am Donnerstag in einer ersten Reaktion geschockt über die Sendung. Ihr Bruder Lord Spencer sagte, dies sei Ekel erregend.

Prinz Charles, Ex-Mann der 1997 bei einem Autounfall in Paris ums Leben gekommenen Diana, kommentierte am Donnerstag die von allen Medien als geschmacklos bezeichneten Aufnahmen eben so wenig wie die Söhne der Prinzessin, William und Harry.

Deutlich wurde hingegen Mohammed Fayed. Der «Harrods»-Besitzer und Vater von Dodi Fayed, der als Freund Dianas mit ihr ums Leben kam, sagte: «Das ist vernichtend für mich sowie für Prinz William und Prinz Harry.» Er warf dem US-Sender CBS nackte Geldgier vor.

Ausserdem hielt er daran fest, dass es sich nicht um einen Unfall handelte, sondern dass sein Sohn und die Prinzessin Opfer eines Anschlags wurden, an dem der britische Geheimdienst beteiligt gewesen sei.

«Das ist grauenhaft», sagte Vivienne Parry, die für den Diana- Erinnerungsfond gearbeitet hatte, dem «Daily Mirror» zu den Fotos. Dafür könne es keine Rechtfertigung geben. Ähnlich sah das die sonst nicht gerade zurückhaltende britische Boulevardpresse. Sie hatte sich bereits im Vorfeld darauf verständigt, die Bilder nicht zu zeigen.

(sda)

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