Lady-Di-Prozess: Paparazzi freigesprochen
Aktualisiert

Lady-Di-Prozess: Paparazzi freigesprochen

Mehr als sechs Jahre nach dem Tod von Prinzessin Diana sind die drei angeklagten Bildreporter freigesprochen worden.

Zu diesem Urteil kam ein Gericht am Freitag in Paris.

Die drei Fotografen, die damals Diana und ihren Begleiter Dodi al Fayed verfolgten, hatten Fotos von der sterbenden Prinzessin und von Dodi in den Trümmern ihres Fahrzeugs gemacht.

Eine Mitschuld der Fotografen am Tod des Paares hatte das Pariser Kassationsgericht bereits im April 2002 ausgeschlossen. Dodis Vater, Mohammed al Fayed, Besitzer des Londoner Luxuskaufhauses «Harrods», hatte die Klage eingereicht. Die sechs Fotos, um die es geht, sind nie veröffentlicht worden

Den Fotografen wurde Verletzung der Privatsphäre des Paares vorgeworfen. Nach französischem Recht verletzen Fotos, die das Wageninnere zeigen, die Intimsphäre. Als Höchststrafe drohte ihnen ein Jahr Haft und 45 000 Euro Geldstrafe.

Keine Veröffentlichung

Vor Gericht hatte der Anwalt Fayeds gefordert, dass die Fotografen symbolisch einen Euro zahlen sollten. Ausserdem müsse das Urteil in den Medien verbreitet werden, «damit jeder weiss, dass die Veröffentlichung derartiger Fotos nicht möglich sein wird».

Dodi al Fayed und Diana waren am 31. August 1997 in einem Pariser Tunnel tödlich verunglückt, nachdem ihr Wagen mit hoher Geschwindigkeit gegen einen Pfeiler geprallt war. Auf den Fotos sind Prinzessin Diana und Dodi al Fayed nach Verlassen des Hotels Ritz in Paris zu sehen, während der Autofahrt und nach dem Unfall im Wageninneren.

Nach den Ermittlungsergebnissen der französischen Polizei hatte der Fahrer des Wagens vor der Fahrt getrunken und auch Drogen genommen. In dem Tunnel an der Seine hatte er bei mehr als 120 Kilometern pro Stunde die Kontrolle über das Fahrzeug verloren.

Die strittigen Fotos spielten bereits in früheren Verfahren, die Mohammed al Fayed angestrengt hatte, eine Rolle. Diese Verfahren wurden jedoch ausnahmslos eingestellt. (sda)

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