Aktualisiert 09.04.2010 20:14

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Lady Gaga oder Kesha?

Google und Nintendo bringen ein Wii-Game namens Ando Kensaku auf den Markt. Spieler müssen die beliebtesten Suchbegriffe erraten.

von
hst
Ando Kensaku: Wii-Spiel für Suchmaschinen-Experten

Ando Kensaku: Wii-Spiel für Suchmaschinen-Experten

Am 29. April kommt in Japan das Spiel Ando Kensaku für die Konsole Wii heraus. In einem anderen Land wird es vorerst nicht erscheinen, schreibt engadget.com. Nutzer müssen die beliebtesten Suchanfragen bei Google erraten.

Weniger amüsante Schlagzeilen machte das Unternehmen unlängst mit dem Streit um sein Digitalisierungsprojekt Google Bücher. Denn wie aus einer Mitteilung der Anwaltskanzlei Mishcon de Reya New York hervorgeht, haben US-Fotografen und -Illustratoren das Unternehmen wegen Urheberrechtsverletzungen verklagt. Google hat sich bislang nicht öffentlich dazu geäussert.

Proteste gegen den Deal

Im November hatten Google und die US-Verleger eine abgemilderte Version der umstrittenen Vereinbarung für die Bereitstellung von digitalisierten Büchern im Internet vorgelegt. Neu sind nur noch in englischsprachigen Ländern verlegte Bücher im Deal inbegriffen. In der Schweiz aufgelegte Texte werden damit nicht im Google-Angebot sein. Damit fallen mehr als 95 Prozent der bisher anvisierten Bücher - auch die deutschsprachigen - aus dem Vertrag hinaus. Zusammen mit dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels hatte der Schweizerische Buchhändler- und Verlegerverband SVBB gegen den Deal protestiert: Unter den Vertrag wären auch urheberrechtlich geschützte Bücher aus Europa gefallen.

Dass die hiesige Buchproduktion nun ganz ausgeschlossen wird, bereitet nicht nur eitel Freude. «Der Markt, den Google bedient, wird weitergehen. Man steht nun daneben und wird nicht mehr erfasst», gab der Vorsteher des Börsenvereins, Gottfried Honnefelder, gegenüber Deutschlandradio zu bedenken. Nun sei es notwendig, auch in Europa ähnliche Mechanismen aufzubauen. Das sieht Google selber so vor: Man wolle mit den Rechte-Inhabern aus aller Welt zusammenarbeiten, um der Vision von einem besseren Zugriff auf alle Bücher der Welt näher zu kommen, sagte Google-Manager Dan Clancy. In den europäischen Ländern würden Gespräche mit den Rechteinhabern bald beginnen.

Lieber Europeana als Google

Börsenverein-Vorsteher Honnefelder will aber auf ein anderes Pferd setzen, wie er am Sonntag in einem Communiqué mitteilte: Er befürwortet die Schaffung einer Deutschen Digitalen Bibliothek als Teil der bestehenden Online-Bibliothek Europeana. Diese bietet derzeit Zugriff auf zwei Millionen Bücher und Dokumente, Musik, Fotos, Karten, Gemälde und Filme. In zwei Jahren soll sie zehn Millionen Werke umfassen. Mit dabei ist auch die Schweizerische Nationalbibliothek (NB), sie lieferte digitalisierte Zeichnungen von Friedrich Dürrenmatt.

Vergriffenes zugänglich machen

Die neue Vereinbarung in den USA sieht auch vor, dass Google-Konkurrenten wie Amazon oder Microsoft der Zugang zu eingescannten Büchern erleichtert wird. Über den Vorschlag muss nun ein New Yorker Richter entscheiden. Google will mehrere Millionen Bücher aus Universitäten und Büchereien einscannen und ins Netz stellen. Im ersten Abkommen zu «Google Books» hatte sich der Suchmaschinen-Gigant verpflichtet, 125 Millionen Dollar für diese Online-Buchauswertung zu zahlen. An dem finanziellen Rahmen soll sich auch in der neuen Version nichts ändern. Bislang hat Google etwa sechs Millionen vergriffene Bücher eingescannt und teilweise online zugänglich gemacht.

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