Lächerliche Vorschläge gegen Doping
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Lächerliche Vorschläge gegen Doping

Vor der kommenden Tour de France sollen alle Profis eine Erklärung abgeben, dass sie nicht in Doping verwickelt sind. Bei Zuwiderhandlung drohen harte Strafen. Einziger Haken: Die Erklärung ist freiwillig.

Wenn sie des Dopings schuldig gesprochen werden, sollen sie zusätzlich zu ihrer zweijährigen Sperre ein Jahresgehalt als Strafe zahlen. Diese Vereinbarung wurde am Dienstag nach einem Treffen von UCI mit allen 20 Profi-Radsportmannschaften in Genf bekannt gegeben. Zentrales Thema des Treffens drei Wochen vor Beginn der Tour am 7. Juli in London war die Doping-Krise im Radsports.

Die Erklärung der Radprofis ist aber freiwillig. Die Namen derjenigen, die sie unterschrieben haben, soll im Internet veröffentlicht werden. «Es ist besser als nichts», erklärte Hans-Michael Holczer, Manager des Teams Gerolsteiner. «Es ist ein verzweifelter Schritt eines verzweifelten Sports.

«UCI wird Einzelne oder Organisationen nicht tolerieren, die unserem Sport schaden», erklärte UCI-Präsident Pat McQuaid. Es gebe keinen Grund, warum Radsport und Doping in einem Zusammenhang genannt werden sollten und warum Doping den Radsport überschatten sollte. In der Erklärung stimmen die Fahrer auch zu, dass DNS-Proben von ihnen mit den Blutproben verglichen werden, die bei den spanischen Dopingermittlungen sichergestellt wurden. (dapd)

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