Aktualisiert 21.03.2020 08:36

Appell an BevölkerungLäden solidarisieren sich gegen Hamsterkäufe

In der Schweiz kam es in den letzten Tagen zu Panikkäufen. Viele Lebensmittel-Gestelle waren leergefegt. Jetzt tun sich die Detailhändler in einer Aktion zusammen.

von
Dominic Benz
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Für einmal tut sich die Konkurrenz zusammen: Detailhändler wie Migros, Coop, Aldi oder Denner rufen gemeinsam in Zeitungsinseraten zum Stopp von Hamsterkäufen auf.

Für einmal tut sich die Konkurrenz zusammen: Detailhändler wie Migros, Coop, Aldi oder Denner rufen gemeinsam in Zeitungsinseraten zum Stopp von Hamsterkäufen auf.

Leser-Reporterin Nadine Steingruber, die letzte Woche in der Migros Herisau einkaufen war, sagt: «Weil man nichts mehr findet, musste mir sogar eine Kollegin mit ein paar Rollen Klopapier aushelfen.»

Leser-Reporterin Nadine Steingruber, die letzte Woche in der Migros Herisau einkaufen war, sagt: «Weil man nichts mehr findet, musste mir sogar eine Kollegin mit ein paar Rollen Klopapier aushelfen.»

Leser-Reporter
Leser-Reporterin C. R.* sagt: «Es gibt in ganz Chur kein WC-Papier mehr.»

Leser-Reporterin C. R.* sagt: «Es gibt in ganz Chur kein WC-Papier mehr.»

Leser-Reporter

Solidarität ist das Gebot der Stunde. Seit Wochen ruft der Bundesrat die Schweizer Bevölkerung auf, in der Corona-Krise zusammenzuhalten und sich gegenseitig zu unterstützen. Für einmal tun sich jetzt auch die Konkurrenten im Detailhandel zusammen und kämpfen gemeinsam mit einer Aktion gegen Hamsterkäufe.

In Zeitungsinseraten appellieren Coop, Migros, Aldi Schweiz, Denner, Lidl, Manor, Spar, Valera und Volg an die hiesige Bevölkerung. Zu sehen ist ein Bild von einem prall gefüllten Kühlregal mit Frischprodukten. In einer Sprechblase heisst es: «Es reicht für alle! Solidarität heisst: keine Panikkäufe.»

Es hat für alle genug

In einem kurzen Text unter dem Bild teilen die Supermärkte mit, dass der Detailhandel die Versorgung der Schweizer Bevölkerung nachhaltig gesichert habe. «Für alle sind genug Lebensmittel und Bedarfsgüter verfügbar.» Man solle sich daher solidarisch zeigen und nur vernünftig einkaufen, damit niemand leer ausgehe. Zudem bedanken sich die Unternehmen bei ihren Mitarbeitenden, die täglich für Nachschub sorgen.

In den vergangenen Tagen kam es in Schweizer Supermärkten immer wieder zu Hamsterkäufen. Viele Gestelle waren leergeräumt und Produkte wie Teigwaren, Käse, Konservenbüchsen oder WC-Papier ausverkauft. Die Empörung über solche Hamsterkäufe ist nicht nur in den sozialen Medien gross. Auch der Bund betont, ein solches Verhalten sei unangemessen und völlig unnötig.

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