Aktualisiert 22.04.2014 14:02

GastkantonLändle statt Luzern am Sechseläuten 2015

Nachdem die Luzerner dem Sechseläuten 2015 einen Korb gegeben haben, ist Ersatz gefunden: Mit Liechtenstein kommt erstmals ein Land ans Zürcher Frühlingsfest zu Besuch.

von
sda/rom
Der Kopf des Bööggs ist ab  2015 werden die Liechtensteiner beim Sechseläuten hautnah dabei sein.

Der Kopf des Bööggs ist ab 2015 werden die Liechtensteiner beim Sechseläuten hautnah dabei sein.

Das erste Mal ist am Zürcher Sechseläuten kein Kanton, sondern ein Land zu Gast. Die Regierung des Fürstentums Liechtenstein freut sich sehr über die erhaltene Einladung und die sich damit bietende Gelegenheit zur Präsentation des Landes. Daraus erfolgte auch der Regierungsentscheid, die Einladung anzunehmen und Liechtenstein Marketing mit der Organisation des Auftrittes zu betrauen.

Das Sechseläuten dauert jeweils vier Tage und umfasst die Eröffnung am Freitag, den Kinderumzug am Sonntag sowie den grossen Umzug mit dem Verbrennen des Bööggs am Montag. Das Fürstentum Liechtenstein kann sich während dieser vier Tage als Gastland präsentieren. Die Regierung hat hierzu im Rahmen des ordentlichen Budgets von Liechtenstein Marketing zur Standortkommunikation CHF 500'000 als Kostendach zur Nutzung dieses Engagements gesprochen.

«Gefühlte Distanz verkürzen»

Das Sechseläuten geniesst einen sehr hohen Stellenwert. Sich bei diesem hochwertigen Anlass Zürich und der ganzen Schweiz, als wichtigstem Tourismus- und Wirtschaftspartner erlebbar machen zu können, ist eine einmalige Chance, die eine Vielzahl von neuen Kontakten schaffen wird. «Wir freuen uns, die gefühlte Distanz zwischen Vaduz und Zürich 2015 spürbar verkürzen zu können.», sagt Regierungschef Adrian Hasler.

Ursprünglich wäre der Kanton Luzern 2015 Gast am Sechseläuten gewesen. Die Luzerner Regierung hatte dem Zentralkomitee der Zünfte Zürichs (ZZZ) im Januar 2012 offiziell die Teilnahme bestätigt. Im Januar 2014 jedoch erfolgte die offizielle Absage per Brief. Man machte dafür finanzielle Gründe geltend. Die Organisatoren zeigten sich überrascht über die erstmalige Absage eines Gastkantons.

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