Aktualisiert 19.08.2009 09:17

Kanton NeuenburgLängere Taggelddauer für Uhrenstädte gefordert

Die Neuenburger Regierung möchte, dass die Arbeitslosen in den Uhrenstädten La Chaux-de-Fonds und Le Locle sowie im Val-de-Travers wieder während 520 statt nur 400 Tagen Arbeitslosengeld beziehen können. Das Staatssekretariat für Wirtschaft SECO prüft den Antrag.

Laut Volkswirtschaftsdirektor Frédéric Hainard, stehen die Chancen gut, dass das SECO seinem Antrag zustimmt. Er erinnerte daran, dass Neuenburg mit seiner stark auf den Export ausgerichteten Wirtschaftsstruktur schwer unter der Wirtschaftskrise leidet.

Seit einigen Monaten verzeichnet Neuenburg hinter Genf die zweithöchste Arbeitslosenquote der Schweiz. Letzten Juli stieg sie in Neuenburg wegen der stark rückläufigen Exportzahlen der Uhren-, Maschinen- und Präzisionsindustrie um 0,3 Prozentpunkte auf 6,1 Prozent.

Die Quote liegt damit deutlich über der Limite, die für die vorübergehende Erhöhung der Taggeldbezugsdauer gilt. Gemäss dem Arbeitslosenversicherungsgesetz (AVIG) ist die Taggeld-Bezugsdauer grundsätzlich auf 400 Tage beschränkt.

Verzeichnen Kantone oder Regionen über längere Zeit eine Quote von mehr als 5 Prozent, können sie die Dauer um 120 Tage auf die vor der letzten Gesetzesrevision geltenden 520 Tage erhöhen. Die Kantone müssen aber für 20 Prozent der Kosten aufkommen. (sda)

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