Aktualisiert 19.10.2006 21:21

Lärm, Abfall, Urin: Anwohner der Olma fliehen ins Ausland

Trinkfreudige Messebesucher, Uringeruch und Abfall in den Vorgärten: Viele Anwohner des Museumsquartiers fliehen während der Olma aus dem Stadtteil.

120 Tonnen Abfall, 25 Tonnen Glas, 10 Tonnen Karton und Papier sowie 10 Tonnen Holz werden während den zehn Tagen allein im Olmagelände zusammengetragen. Dazu kommen noch rund 50 Tonnen Abfall auf dem Jahrmarktgelände. «Auf der Strasse räumt das ja die Stadt weg, aber der Abfall in den Gärten wird uns überlassen», sagt ein Vermieter an der Sonnenstrasse. Andere Anwohner legen ihre Ferien gezielt so, dass sie während der Olma-Zeit ins Ausland flüchten können. Eine Anwohnerin der Sonnenstrasse, die keine Ferien hat, versucht dem Lärm und Gestank zu entkommen, so gut es eben geht: «Ich schlafe wegen dem Jahrmarktlärm während der Olma-Zeit bei meinem Freund in Rorschach.»

Etwas anders beurteilt die Situation Gerald Hutter vom Strasseninspektorat der Stadt St. Gallen: «Wenn man dorthin zügelt, weiss man ja, dass jedes Jahr Olma ist», so Hutter. Trotzdem könne er sich vorstellen, dass die Anwohner arg belastet werden. «Die Stadt tut, was sie kann. Wir haben zusätzliche Leute und Maschinen im Einsatz – sowohl um das Gelände als auch in der Innenstadt», sagt Hutter.

(bär/hus)

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