Basel: Lärm und Littering plagen Anwohner am Rheinbord
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BaselLärm und Littering plagen Anwohner am Rheinbord

Am Unteren Rheinufer in Basel herrscht bei den Anwohnern dicke Luft. Lärm, Alkohol, Müll und Grillfeste stellen im idyllisch gelegenen Quartier grosse Probleme dar.

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stv

Am Kleinbasler Rheinufer gibt es Interessenskonflikte. (Video: stv)

Die Anwohner der Basler Rheinpromenade liessen an einer Versammlung am Dienstagabend ihrem Ärger freien Lauf. Laute Musik, Littering, Gestank nach Urin und Grillgut sind den Bewohnern ein Dorn im Auge. «Die Nutzung des Rheinufers hat sich in den letzten zwei Jahren stark intensiviert», sagt Theres Wernli vom Stadtteilsekretariat Kleinbasel gegenüber der «BZ Basel».

Bewohner zweifeln an «Rhylax»

Die Angst sei gross, dass sich die Lage auch in Zukunft nicht bessern werde. Der vom Parlament abgesegnete Begegnungsort bei der Dreirosenbrücke sei zudem auch nicht gerade förderlich für den Frieden im Quartier, so die Nachbarschaft weiter. «Uns bleibt nur noch die Einsprache mit Unterschriften», lautete der Grundtenor.

Zudem würde die kantonale Kampagne «Rhylax», die dem Zusammenleben am Rhein zu mehr Harmonie verhelfen will, keines der Probleme beheben. Auch Wernli zweifelt an der Aktion.

Der perfekte Ort im Sommer

Gegenüber 20 Minuten erzählten Jugendliche, die sich abends gerne am Rheinbord treffen, dass sie bereits Erfahrungen mit Reklamationen von Anwohnern gemacht hätten: «Wir haben den Wunsch respektiert und die Musik leiser gestellt», sagen sie aber.

Dies ist jedoch nicht immer der Fall. Bewohner des Klybeckquais reklamierten gegenüber der BZ, dass es sich an Wochenenden meistens Elsässer mit Bänken und Tischen gemütlich machen und den ganzen Tag lärmen. Auch gebe es Probleme mit Wildpinklern.

Das Problem dürfte sich in den nächsten Wochen und Monaten noch verschärfen – sobald die Temperaturen weiter ansteigen, wird der Ort für Partygänger noch attraktiver. «Gerade im Sommer ist es der perfekte Ort um Zeit mit Freunden zu verbringen», bestätigt Robin Krüsi (19).

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