Aktualisiert 03.02.2005 08:46

Lärmiger Fasnachtsauftakt

Mit grossem Getöse ist am Donnerstagmorgen in den katholischen Kantonen die Fasnacht eröffnet worden.

Tausende Fasnachtsbegeisterte und Guggenmusiker verfolgten bei trockenem Wetter und Temperaturen um den Nullpunkt den «Urknall» in Luzern, die «Chesslete» in Solothurn und die «Aguggete» in St. Gallen.

In Luzern übernahm um 05.00 Uhr die Safranzunft das Zepter. Der Nauen mit Bruder Fritschi und seiner Familie legte kurz nach dem «Urknall» am Schweizerhofquai an und wurde von einer begeisterten Menge empfangen. Auf dem Kapellplatz versammelten sich darauf mehrere tausend Menschen zum so genannten «Orangen-Knall» mit dem Orangen-Auswerfen. Erstmals in diesem Jahr setzte die Safranzunft nach dem Morgenessen in der Kornschütte einen Fritschi-Zug durch die Altstadt aufs Programm. Mit rund 200 Teilnehmern sollte dieser den Gassen bis 11.00 Uhr zusätzlichen Fasnachtsglanz verleihen. Die SBB führten am Schmutzigen Donnerstag frühmorgendlich elf Extrazüge rechtzeitig zum Fasnachtsbeginn nach Luzern.

Weisse Nachthemden und rote Halstücher flatterten um 05.00 Uhr an der Solothurner «Chesslete» durch die Stadt. Mit viel Lärm zogen sie angeführt vom Oberchessler der Narrenzunft Honolulu auf den Friedhofsplatz, bevor zum Aufwärmen die traditionelle Gratismehlsuppe gereicht wurde. Im verschneiten St. Gallen versammelten sich die Guggenmusigen zur traditionellen «Aguggete» beim Denkmal des Stadtreformators Vadian.

(dapd)

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.