Ohren auf: Lärmprävention an Luzerner Schulen
Aktualisiert

Ohren aufLärmprävention an Luzerner Schulen

iPod & Co. schlagen den Teenies auf die Ohren: Jeder zehnte Luzerner Jugendliche hat Hörprobleme. Eine Expertin klärte am Mittwoch Luzerner Schulkinder über die Gefahren auf.

von
Katja Schlegel

Rund fünf bis zehn Prozent der Jugendlichen haben bereits einen Hörschaden. «Tendenz steigend», sagt Hörgeräteakustikerin Brigitte Schwaller. «Was früher ein Problem der älteren Generation war, wird zunehmend zu einem der Jungen.» Schuld sei nicht nur laute Musik, sondern auch der ständig zunehmende Lärmpegel im Alltag. Um dieser Tendenz entgegenzuwirken, besuchte Schwaller am Mittwoch im Rahmen der Präventionskampagne Hear-it school Luzerner Schulkinder.

In einer Doppellektion klärte sie die Fünftklässler von Lehrer Dani Bucher über die Gefahren verschiedener Lärmquellen auf. Mit kleinen Experimenten zeigte ihnen Schwaller, welche Schallpegel unbedenklich und welche bereits schädlich sind. «Was über 85 Dezibel liegt, ist bereits mit Vorsicht zu genies­sen», erklärte die Expertin. Weiter zeigte sie den Kids, wie sie sich im Alltag vor Lärm schützen können. Als Faustregel gelte: Wenn man das Geräusch als unangenehm empfinde, sei es höchste Eisenbahn, sich von der Lärmquelle zu entfernen. Schwaller: «Es gibt kein Medikament, das die Ohren heilt.»

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