National League A: Lakers verlieren gegen ZSC - Fribourg stark
Aktualisiert

National League ALakers verlieren gegen ZSC - Fribourg stark

Keine Überraschung in den Derbys: Der SCB schlägt Biel mit 3:1, im Zürichsee-Derby siegen die Lions gegen die Lakers (mit Wichser) mit 2:0. Fribourg bleibt an der Tabellenspitze.

Der HC Fribourg-Gottéron setzt sich im Heimspiel gegen den Genève-Servette HC, der zuletzt viermal in Serie gepunktet hatte, mit 3:0 durch.

Gottéron führte nach 25 Minuten 3:0 und hätte sogar noch deutlicher führen können. Shawn Heins in Überzahl nach 83 Sekunden und Alain Birbaum (15.) erzielten ihre ersten Saisontore. Pavel Rosa erhöhte nach 25 Minuten mit einem weiteren Powerplaygoal und seinem neunten Saisontreffer auf 3:0.

Servette bot sich danach keine Chance, in die Partie zurückzufinden und Fribourgs sechsten Heimsieg hintereinander zu verhindern. Die Genfer kamen kaum zu Torchancen, obwohl Fribourg nach dem dritten Goal haushälterisch mit den Kräften umging und sich für das Auswärtsspiel vom Samstagabend in Bern schonte. Jonathan Mercier traf in der 20. Minute (bei 0:2) unmittelbar nach einer abgesessenen Strafe den Pfosten. Fribourgs Goalie Cristobal Huet musste für seinen vierten Shutout in dieser Saison (und den 30. in 227 NLA-Partien) 24 Schüsse abwehren, 19 nach dem dritten Fribourger Goal.

Zug - Ambri: Holden stahl Perrault die Show

Zum dritten Mal in Folge musste Zug ins Penaltyschiessen. Nach zwei 3:4-Niederlagen (gegen Bern und Biel) behielten die Innerschweizer gegen Ambri-Piotta das bessere Ende für sich und siegten. 4:3. Zum Matchwinner für den EVZ avancierte Josh Holden. Holden hatte seinen Stock (wie PostFinance-Topskorer Damien Brunner) bei allen drei Zuger Treffern im Spiel. Und am Schluss setzte er in der ausverkauften Bossard Arena mit seinem erfolgreich verwandelten Penalty auch den Schlusspunkt unter eine animierte Partie, in der Zug zweimal einen Rückstand (0:2 und 2:3) aufholte. Erst glich Holden mit einem Doppelpack innerhalb von 20 Sekunden zum 2:2 aus. Und gut drei Minuten vor dem Ende legte er zum 3:3 von Brunner auf.

Der Kanadier stahl damit die Show einem Landsmann, der etwas unerwartet und vor allem kurzfristig auf dem Matchblatt von Ambri-Piotta auftauchte: Joël Perrault. Am Nachmittag verkündeten die Tessiner die Verpflichtung des Kanadiers, der in dieser Saison bisher für die SCL Tigers gestürmt hatte. Wenige Stunden nach seinem Engagement erzielte er gleich seine ersten Skorerpunkte für den neuen Arbeitgeber. Wie Holden und Brunner liess sich Perrault, der in Langnau vor allem wegen seiner mangelnden Torproduktion (5 Treffer in 23 Partien) nicht mehr erwünscht war, drei Skorerpunkte notieren. Erst traf er zum 1:0 (24.) und zehn Minuten vor dem Ende brachte er sein Team mit dem 3:2 in doppelter Überzahl erneut in Führung. Zum 2:0 von Roman Botta steuerte er zudem den letzten Pass bei.

Lakers - ZSC: Erster Shutout für ZSC-Keeper Flüeler

Rapperswil wehrte sich gegen den ZSC lange, zu verhindern war der sechste Fehltritt in Serie gleichwohl nicht. Für die zuletzt zweimal sieglosen Stadtzürcher ebnete Michael Nylander mit dem 1:0 in der 27. Minute den Weg. Sekunden vor Schluss traf Bärtschi zum 2:0. Die Szene vor dem kursweisenden Tor passte zur trostlosen Situation der St. Galler. Sie liessen sich zu einfach austricksen. Und Nylander, der 39-jährige Schwede mit der Erfahrung von 967 NHL-Partien, verschaffte sich mit einem leichten Schubser den nötigen Freiraum vor dem Tor der Einheimischen.

Unmittelbar vor der zweiten Pause verpasste Mark Bastl eine zweite hochprozentige Chance der Zürcher. Die Rollen waren fast ausnahmslos klar verteilt - auch auf den Nebenschauplätzen verschafften sich ausschliesslich die ZSC-Professionals Vorteile. In den Reihen der Lakers fiel keiner speziell auf - auch Adrian Wichser nicht. Der prominente Leihspieler der Lions empfahl sich nicht für ein rasches Comeback im Team von Bob Hartley. Erst in der Schlussphase des dritten Abschnitts erspielte sich der Tabellenletzte zwei, drei gute Aktionen. Bezeichnenderweise fand er im Boxplay die Räume zum Kontern vor, als die Lions die Siegsicherung forcierten. Der Zürcher Keeper Lukas Flüeler stoppte Riesen mit exzellenten Paraden und sicherte seiner Equipe den ersten Sieg ohne Gegentor.

Biel - Bern: Seeländer nahe am dritten Derbysieg

Bis 81 Sekunden vor dem Ende durfte Biel gegen Bern auf den dritten Sieg im dritten Derby dieser Saison hoffen. Doch dann kappten Martin Plüss und Jean-Pierre Vigier mit ihren Treffern zum 3:1 für den SCB die Hoffnungen der Seeländer. 2:1 nach Penaltyschiessen und 3:2 hatten die Bieler die bisherigen Duelle gegen den «grossen Bruder» gewonnen. und nachdem Gaëtan Haas in der 34. Minute den Ausgleich zum 1:1 erzielt hatte, roch es im Bieler Eisstadion nach einer neuerlichen Überraschung. Doch quasi im letzten Moment sorgten Plüss mit einem Weitschuss und Vigier ins leere Tor für den ersten Berner Saisonsieg gegen Biel. Für Vigier war es nach einer Durststrecke von elf Partien der erste Treffer.

Biel besass zwar vor allem in der Schlussphase mehrere Chancen zur 2:1-Führung. Der Sieg des Favoriten ging aber letztlich doch in Ordnung, was nicht zuletzt das Schussverhältnis von 42:27 für Bern verdeutlichte. Der SCB, bei dem der souveräne Olivier Gigon für Marco Bührer das Tor hütete, führte die feinere Klinge. Bereits im Mitteldrittel hätte Bern nach dem Führungstreffer von Philippe Furrer (12.), der erstmals in dieser Saison traf, die Führung ausbauen, respektive wieder herstellen können. Doch Biels Keeper Reto Berra, der seinen Vertrag in Biel vor der Partie um ein Jahr bis 2013 verlängert hatte, parierte unter anderem gegen den solo anstürmenden Ryan Gardner ausgezeichnet. In der Tabelle stiess Bern nach dem sechsten Sieg im achten Spiel unter dem neuen Trainer Antti Törmänen (auf Kosten von Davos) auf Platz 2 vor.

Fribourg - Genève-Servette 3:0 (2:0, 1:0, 0:0)

BCF. - 6800 Zuschauer (ausverkauft). - SR Frano/Stricker (Tsch/Sz), Fluri/Müller.

Tore: 2. Heins (Dubé, Hasani) 1:0. 15. Birbaum (Benny Plüss, Bykow/Ausschluss Bezina) 2:0. 25. Rosa (Heins, Ngoy/Ausschluss Hecquefeuille) 3:0.

Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Fribourg, 8mal 2 Minuten gegen Genève-Servette.

PostFinance-Topskorer: Sprunger; Bezina.

Fribourg: Huet; Loeffel, Birbaum; Heins, Collenberg; Ngoy, Marc Abplanalp; Lukas Gerber, Barinka; Sprunger, Bykow, Benny Plüss; Hasani, Dubé, Gamache; Rosa, Lüssy, Knoepfli; Cadieux, Botter, Tristan Vauclair.

Genève-Servette: Tobias Stephan; Vukovic, Bezina; Pothier, Gautschi; Mercier, Hecquefeuille; Schneeberger; Salmelainen, Trachsler, Fata; Simek, Paul Savary, Rubin; Roland Gerber, Gian-Andrea Randegger, Flurin Randegger; Rivera, Berthon, Samuel Friedli; Jean Savary.

Bemerkungen: Fribourg ohne Afanasenkow und Jeannin, Genève-Servette ohne Walsky, Pivron, Dan Fritsche (alle verletzt) und Vampola (überzähliger Ausländer). - Pfostenschuss Mercier (20.).

Zug - Ambri-Piotta 4:3 (0:0, 2:2, 1:1, 0:0) n.P.

Bossard Arena. - 7015 Zuschauer (ausverkauft). - SR Massy, Arm/Küng.

Tore: 24. Perrault (Pestoni) 0:1. 28. (27:06) Botta (Perrault, Noreau/Ausschluss Damien Brunner) 0:2. 29. (28:51) Holden (Christen, Damien Brunner/Ausschluss Müller) 1:2. 30. (29:11) Holden (Damien Brunner) 2:2. 51. Perrault (Botta/Ausschlüsse Andreas Furrer, Blaser) 2:3. 57. Damien Brunner (Holden, Helbling) 3:3.

Penaltyschiessen: Christen -, Perrault -; Casutt 1:0, Pestoni 1:1; Pirnes 2:1, Grassi -; Damien Brunner -, Raffainer -; Holden 3:1.

Strafen: 6mal 2 Minuten gegen Zug, 5mal 2 Minuten gegen Ambri-Piotta.

PostFinance-Topskorer: Damien Brunner; Noreau.

Zug: Markkanen; Chiesa, Wozniewski; Blaser, Andreas Furrer; Patrick Fischer, Helbling; Erni; Christen, Pirnes, Casutt; Damien Brunner, Holden, Fabian Schnyder; Rüfenacht, Oppliger, Duri Camichel; Sven Lindemann, Fabian Sutter, Fabian Lüthi; Corsin Camichel.

Ambri-Piotta: Bäumle; Kutlak, Sidler; Trunz, Schulthess; Noreau, Kobach; Müller, Casserini; Botta, Landry, Grassi; Pestoni, Perrault, Elias Bianchi; Raffainer, Schlagenhauf, Hofmann; Duca, Mattia Bianchi, Murovic.

Bemerkungen: Zug ohne Metropolit (überzähliger Ausländer), Ambri-Piotta ohne Kariya, Westrum, Incir, Trevor Meier, Lachmatow, Uinter Guerra, Walker (alle verletzt), Demuth (gesperrt) und Schefer (überzählig), dafür erstmals mit Perrault. Timeout Ambri-Piotta (13.). Timeout Zug (54.).

Rapperswil-Jona Lakers - ZSC Lions 0:2 (0:0, 0:1, 0:1)

Diners-Club-Arena. - 4113 Zuschauer. - SR Reiber, Abegglen/Schmid.

Tore: 27. Nylander (Cunti, Bärtschi) 0:1. 60. (59:11) Bärtschi (Tambellini, Pittis) 0:2 (ins leere Tor).

Strafen: 7mal 2 Minuten gegen Rapperswil-Jona, 3mal 2 plus 10 Minuten (Ambühl) gegen den ZSC.

PostFinance-Topskorer: Suri; Tambellini.

Rapperswil-Jona: Manzato; Walser, Maurer; Geiger, Geyer; Welti, Gmür; Murray, Roest, Suri; Reid, Hartigan, Lemm; Riesen, Wichser, Burkhalter; Grauwiler, Hürlimann, Rizzello; Berger.

ZSC Lions: Flüeler; McCarthy, Geering; Blindenbacher, Seger; Camperchioli, Schnyder; Bastl, Nylander, Kenins; Tambellini, Cunti, Ambühl; Bärtschi, Pittis, Monnet; Schäppi, Ziegler, Bühler; Schommer.

Bemerkungen: Rapperswil-Jona ohne Camenzind, Sirén, Gailland (alle verletzt); Bucher, Thibaudeau (beide überzählig), ZSC ohne Murphy, Breitbach, Gobbi, Baltisberger (alle verletzt), Down (überzählig). 43. Pfostenschuss von Walser. 59. Timeout der Lakers. Rapperswil-Jona ab 58:55 bis 59:11 ohne Torhüter.

Biel - Bern 1:3 (0:1, 1:0, 0:2)

Eisstadion. - 5542 Zuschauer. - SR Prugger, Kaderli/Wüst.

Tore: 12. Philippe Furrer (Gardner, Vigier) 0:1. 34. Gaëtan Haas (Peter, Sjusin) 1:1. 59. (58:39) Martin Plüss (Rüthemann, Hänni) 1:2. 60. (59:44) Vigier (Gardner) 1:3 (ins leere Tor).

Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Biel, 4mal 2 Minuten gegen Bern.

PostFinance-Topskorer: Miéville; Gardner.

Biel: Berra; Sjusin, Wellinger; Fröhlicher, Huguenin; Kparghai, Gossweiler; Grieder; Gaëtan Haas, Bordeleau, Beaudoin; Marc Wieser, Miéville, Spylo; Truttmann, Peter, Tschantré; Ehrensperger, Wetzel, Lauper; Florin Gerber.

Bern: Gigon; Roche, Philippe Furrer; Jobin, Hänni; Beat Gerber, Höhener; Morant; Pascal Berger, Ritchie, Dumont; Bertschy, Martin Plüss, Rüthemann; Vigier, Gardner, Reichert; Caryl Neuenschwander, Froidevaux, Scherwey; Adrian Brunner.

Bemerkungen: Biel ohne Steinegger, Preissing, Gloor (alle verletzt) und Zigerli (überzählig), Bern ohne Kwiatkowski, Vermin, Déruns, Lötscher (alle verletzt) und Dominic Meier (überzählig). Timeout Biel (58:39). Biel von 59:41 bis 59:44 ohne Torhüter.

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