Lambiels Trainer übte Kritik
Aktualisiert

Lambiels Trainer übte Kritik

Stéphane Lambiels Trainer Peter Grütter ist unglücklich mit dem neuen Bewertungssystem. Er fordert einschneidende Änderungen.

Grütter schlägt dem Internationalen Eislauf-Verband ISU die Wiedereinführung der Qualifikation vor und zwar in Form einer Kür ohne Sprünge und Pirouetten. Der in Genf tätige Trainer will damit erreichen, dass die Preisrichter bezüglich der Programmkomponenten für den künstlerischen Ausdruck mehr auf den Inhalt der Programme (Schritte, Choreografie, Interpretation der Musik, usw.) sensibilisiert werden. Bislang ist die frühere B-Note nichts anderes als das Abbild der technischen Leistung, was mit dem Rechenschieber gelaufene Programme zur Folge hat und einen Künstler wie Lambiel benachteiligt.

Dass Problem der die Preisrichter ist, dass sie zu vieles bewerten müssen. Es sei wie in einem Film, sagte Grütter: «Wer nur auf Details achtet, hat am Ende den Film nicht gesehen.» Deshalb könnte er sich vorstellen, dass jeder Preisrichter etwas anderes beurteilt. «Das wäre eine Erleichterung.» Auch Roland Wehinger, der Präsident des Schweizer Eislaufverbands und selber Preisrichter, sieht Handlungsbedarf: «Wir müssten den Mut haben, die Programmkomponenten mit einer grösseren Bandbreite zu bewerten.»

Lambiel findet den Vorschlag seines Trainers gut: «Dann verstehen die Preisrichter besser, was in den Programmen steckt. Und die Läufer würden jene Punktzahl erhalten, die sie verdienen.» Heute sei dies nicht der Fall.

(si)

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