Armstrong-Comeback: Lance Armstrong zu Astana
Aktualisiert

Armstrong-ComebackLance Armstrong zu Astana

Lance Armstrong (37) wird sein Coemback in den Farben des Teams Astana in der Tour Down Under in Australien (20.- 25. Januar) geben. Armstrongs Hauptziel nach einer dreijährigen Pause ist der achte Gesamtsieg in der Tour de France.

Dies wurde jetzt bekannt, noch bevor der Amerikaner in New York eine Pressekonferenz abhielt.

Lance Armstrong kündigte am 9. September das Comeback an. Danach wurde stets vermutet, dass dies im Team Astana geschehen werde. Die Verantwortlichen der Sportgruppe aus Kasachstan hatten auf dieses Jahr hin Johan Bruyneel verpflichtet, der als sportlicher Leiter die sieben Tour-Triumphe von Armstrong mitgestaltete und der als enger Freund des Amerikaners gilt. Dass Armstrong zu Astana stossen würde, sickerte schon am Dienstag aufgrund von Aussagen kasachischer Geschäftsleute durch.

Comeback für guten Zweck

Mit seinem Comeback will Armstrong, der 1996 an Hodenkrebs erkrankt war, den weltweiten Kampf gegen Krebs intensivieren. Für die Bekanntgabe seiner neuesten Pläne vermochte Armstrong illustre Persönlichkeiten um sich zu scharen, so den früheren US-Präsidenten Bill Clinton sowie New Yorks Bürgermeister Michael Bloomberg. Armstrong, um den sich einige Dopinggerüchte ranken, hat den Dopingexperten Don Catlin verpflichtet, der seine Werte überwachen soll. Der Amerikaner wird zudem ein U23-Team gründen, an dessen Spitze das Talent Taylor Phinney (18) stehen wird, der Sohn der Olympiamedaillengewinner von 1984, Taylor Phinney und Connie Carpenter.

Armstrongs Comeback in der Tour Down Under wurde von Mike Rann bestätigt, dem Premierminister des Bundesstaates Südaustralien. Die Rundfahrt in der Gegend von Adelaide hatte sich in den letzten Jahren einen guten Ruf erworben und war vom Weltverband UCI in diesem Jahr erstmals ins ProTour-Programm aufgenommen worden.

Abgang von Alberto Contador?

In der Zwischenzeit wurden in Spanien Stimmen laut, die auf einen Weggang Alberto Contadors hindeuten. Der Spanier, der letzte Saison die Tour de France sowie in diesem Jahr den Giro d'Italia und die Vuelta gewonnen hat, wird in der Zeitung «As» mit der Aussage zitiert, er habe sich mit seinen Leistungen das Recht verdient, Teamleader zu sein, ohne dafür kämpfen zu müssen. Mit Armstrong in der gleichen Mannschaft, so Contador, habe er Bedenken, wer von ihnen beiden besser unterstützt würde. Contador hat mit dem Team Astana einen bis 2010 gültigen Vertrag. Ihm sollen aber schon von verschiedenen anderen Sportgruppen lukrative Angebote vorliegen.

(si)

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