Mega-Poster: Landesmuseum-Plakat finanziert den Ausbau mit
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Mega-PosterLandesmuseum-Plakat finanziert den Ausbau mit

Ein Riesenplakat am Zürcher Landesmuseum bringt Geld für den Umbau. Ein Novum für die öffentliche Hand.

von
ann
Mit der Werbung während des Umbaus wird die Innenausstattung des neuen Auditoriums mitfinanziert.

Mit der Werbung während des Umbaus wird die Innenausstattung des neuen Auditoriums mitfinanziert.

Schuhe so gross wie ein Stockwerk buhlen derzeit am Landesmuseum um Aufmerksamkeit. Solche riesigen Werbeplakate kennt man in Zürich vor allem von Geschäftsumbauten – bei staatlichen ­Gebäuden ist das ungewohnt.

«Temporäre Megaposter sind selten von der öffentlichen Hand», bestätigt Sprecher Markus Ehrle von der APG. Doch das Landesmuseum hat erkannt, dass sich so Zusatzeinnahmen erwirtschaften lassen «Wir sind seit 2010 ein öffentlich-rechtlicher Betrieb und nutzen unsere unternehmerische Freiheit», sagt Marco Castellaneta, Mitglied der Geschäftsleitung des Schweizerischen Nationalmuseums.

Durch den Umbau des Max-Bill-Flügels ist das Gebäude an bester Lage eingehüllt. «Da lag es nahe, die Bauabdeckung mit einer Fotografie zu verschönern und diese Fläche dann auch gleich für Werbung zu nutzen», so Castellaneta.

Plakat finanziert Ausstattung des neuen Auditoriums

Aber nicht nur Markenartikel werden an dieser prominenten Lage beworben. «Auch unsere Ausstellungen preisen wir dort an. Schon bald hängt das Plakat zur nächsten Ausstellung ‹1900-1914›.» Ein Teil der Einnahmen der APG geht ans Landesmuseum. «Wir rechnen mit rund 80'000 Franken pro Jahr für die gesamte Bauzeit bis im Frühling 2016», so Castellaneta.

Klar ist auch schon, was mit dem Geld passiert. Castellaneta: «Das neue Auditorium wird mit einer Audio-Video-Anlage ausgerüstet, damit der Raum den technischen Anforderungen für Veranstaltungen und Vorlesungen entspricht.»

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