Aktualisiert 13.07.2008 08:44

Miss Schweiz

Landesverräterin Céline?

Dass Ex-Miss-Austria 2002 Céline Roscheck bei den kommenden Miss-Schweiz-Wahlen mitmacht, stösst vielen Österreichern sauer auf.

«Ja wo sammer denn?», fragt Dominik Wachta, Inhaber der Agentur Jade Models International in Wien im «Sonntagsblick». Es sei peinlich und verletze den Nationalstolz, dass eine ehemalige Miss Austria jetzt auch noch Miss Schweiz werden wolle.

Die Rede ist von der 24-jährigen Céline Roscheck, die 2002 zur schönsten Österreicherin gekürt wurde, in Wien lebt aber noch einen Opa im schweizerischen Villars-sur-Glâne in Fribourg hat, wo sie gemäss «SoBli» aber nur selten anzutreffen ist.

Günter Buschek, Chefredaktor von «Wien heute» geht mit seiner Kritik an Céline sogar noch weiter. Ihre Kandidatur in der Schweiz sei skandalös und grenze an Landesverrat. Als Fussballer müsse man sich auch entscheiden, für welche Nationalmannschaft man spiele.

Andere Stimmen zweifeln an der Glaubwürdigkeit einer Miss Schweiz aus Österreich. Dem widerspricht Karina Berger von der Miss Schweiz Organisation: «Céline erfüllt alle Bedingungen, um Miss Schweiz zu werden», sagt sie. Zudem sei sie nicht nur hübsch, sondern auch überaus nett und herzlich.

Laut dem Veranstalter der Miss-Austria-Wahlen ist eine Miss nur für zwei Jahre ihrem Titel verpflichtet, danach könne sie tun und lassen, was sie wolle. Céline Roscheck bewegt sich also auf legalem Terrain und muss vorerst noch mit keinen Prozess als Landesverräterin rechnen.

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