Aktualisiert 15.05.2007 09:47

Landis streitet alle Dopingvorwürfe ab

Tour-de-France-Sieger Floyd Landis hat zu Beginn der Anhörung vor der Anti-Doping-Agentur USADA alle gegen ihn erhobenen Dopingvorwürfe abgestritten. Zudem bezeichnete sein Verteidiger Maurice Suh die Anklage als «komplettes Desaster für die Anti-Doping-Bewegung».

Dem 31-jährigen Landis droht wegen Testosteron-Dopings die Aberkennung seines Tour-de-France-Sieges und eine zweijährige Sperre. Auf Anordnung der USADA waren unlängst sieben Proben, die bei der Tour noch negativ getestet worden waren, nachträglich mit exakteren Methoden untersucht und als positiv identifiziert worden. Es gebe keine natürliche Erklärung für den hohen Testosteronwert, der nach der 17. Etappe bei Landis festgestellt wurde, betonte USADA-Anwalt Richard Young. Landis bestreitet jedoch, gedopt zu haben und macht Laborfehler für die Befunde verantwortlich.

Landis wäre in der 104-jährigen Geschichte der Tour de France der erste Gewinner, dessen Titel nachträglich aberkannt würde. Für die Anhörung an der Pepperdine-University in Malibu bei Los Angeles sind neun weitere Tage eingeplant. Ein Dutzend Wissenschafter wird noch dozieren.

(si)

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