Kein Landverkauf mehr: Landreserven: Grüne lancieren neue Diskussion

Aktualisiert

Kein Landverkauf mehrLandreserven: Grüne lancieren neue Diskussion

Eine von den Grünen geplante Initiative sorgt bei Bürgerlichen schon jetzt für rote Köpfe.

von
Lena Berger
Die Grünen fordern, dass die Stadt ihre Landreserven nicht mehr verkauft, sondern nur noch im Baurrecht abgibt.

Die Grünen fordern, dass die Stadt ihre Landreserven nicht mehr verkauft, sondern nur noch im Baurrecht abgibt.

«Die Strategie der Stadt, ihr Land an den Meistbietenden zu verkaufen, muss korrigiert werden», fordert Grossstadträtin Stefanie Wyss (Junge Grüne). Sie will die Stadt mittels Initiative verpflichten, ihr Land nicht mehr zu verkaufen, sondern nur noch im Baurecht ­abzugeben. Wenn verkauft werde, solle die Stadt gleichwertiges Land kaufen.

Der Stadtrat wird sich laut Baudirektorin Manuela Jost (GLP) solchen Fragen widmen, wenn die Liegenschaftspolitik überprüft wird. Zum Thema Baurecht sagt sie: «Das ist ein volkswirtschaftlich sinnvolles Instrument und ­finanziell interessant.»

Nichts Gutes lassen die bürgerlichen Fraktionschefs an der Idee: «Unsinn», urteilt Thomas Gmür (CVP). Er glaubt, dass die Stadt dadurch finanzpolitisch nicht mehr handlungsfähig wäre. «Manche Grundstücke wurden für Projekte gekauft, die nicht mehr aktuell sind», gibt Sonja Döbeli (FDP) zu Bedenken. Und Marcel Lingg (SVP) befürchtet, dass Land im Baurecht für Investoren unattraktiver sei und so das wirtschaftliche Wachstum gehemmt werde.

Selbst bei der SP ist man «überrascht» über das Vorpreschen der Grünen – weil diese im Parlament nicht einstimmig gegen den Verkauf der Industriestrasse stimmten. Dominik Durrer (SP) gibt zudem zu bedenken, dass die Stadt auch Land ausserhalb der Stadtgrenzen besitze.

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