Aktualisiert 31.03.2020 13:42

Tötungsdelikt Sorens FR

Landwirt (30) schoss mit Jagdgewehr auf die Opfer

Zwei Personen wurden im März in Sorens FR getötet. Ein 30-jähriger Landwirt ist geständig.

von
tam
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Der 30-jährige Bauernsohn aus Sorens wurde am Donnerstag verhaftet. Er gibt zu, zwei Mazedonier in einer Alphütte ausserhalb der Gemeinde erschossen haben.

Der 30-jährige Bauernsohn aus Sorens wurde am Donnerstag verhaftet. Er gibt zu, zwei Mazedonier in einer Alphütte ausserhalb der Gemeinde erschossen haben.

Das Tatmotiv ist offenbar ein geplatzter Traktorenverkauf, für den der Schütze bereits eine Anzahlung von 10'000 Franken kassiert hatte.

Das Tatmotiv ist offenbar ein geplatzter Traktorenverkauf, für den der Schütze bereits eine Anzahlung von 10'000 Franken kassiert hatte.

Die Opfer, ein 47-jähriger Mazedonier aus dem Kanton Waadt und sein Sohn (23) wurden am Donnerstag tot aufgefunden.

Die Opfer, ein 47-jähriger Mazedonier aus dem Kanton Waadt und sein Sohn (23) wurden am Donnerstag tot aufgefunden.

la-gruyere.ch

Ein 47-jähriger Mann und sein 23-jähriger Sohn wurden letzte Woche in Sorens FR getötet. Nun hat ein 30-jähriger Landwirt die Tat zugegeben, wie die Kantonspolizei Fribourg am Dienstag mitteilt. Er sagte bei der Einvernahme, dass er mit einem Jagdgewehr vorsätzlich auf die beiden Opfer geschossen habe. Er führte die Ermittler vor Ort, wo die beiden Leichen vorgefunden werden konnten.

Der Landwirt wollte seinen Opfern zuvor Traktoren verkaufen. Die Polizei bestätigt das: Laut den ersten Informationen von Angehörigen sollen sich der Vater und sein Sohn zusammen auf den Weg nach Sorens gemacht haben. Sie sollten eine Transaktion für den Kauf von drei landwirtschaftlichen Traktoren abschliessen. Ab diesem Moment, hatte die Familie kein Lebenszeichen mehr erhalten.

Leichname in Jauchegrube geworfen

Die Ermittlungen hätten ergeben, dass der Täter seine Opfer im Stall der Alphütte vermutlich mit Schüssen aus einem Jagdgewehr grossen Kalibers getötet hat. Anschliessend soll er beiden heftige Schläge am Kopf zugefügt haben, bevor er die Leichname in die Jauchegrube der Alphütte geworfen hat. Diese war zur Tatzeit mit Wasser gefüllt.

Die Mobiltelefone der beiden Opfer wurden laut der Mitteilung ebenfalls in der Grube gefunden. Er soll ebenfalls die Kennzeichen des Fahrzeugs der Opfer versteckt haben. Bei der Hausdurchsuchung haben die Ermittler das Jagdgewehr, das laut Polizei höchstwahrscheinlich zur Anwendung kam, und verbrauchte Patronenhülsen aufgefunden.

Vater und Freundin einvernommen

Die Autopsien haben gezeigt, dass die Leichname mit Schüssen getroffen worden sind, die kompatibel sind mit Schüssen aus einem Jagdgewehr. Die beiden Opfer zeigten auch Anzeichen dafür, dass sie mit einem oder mehreren stumpfen Gegenständen am Kopf geschlagen worden sind. Die formelle Todesursache der beiden Opfer ist noch nicht bekannt.

Der 58-jährige Vater und die 17-jährige Freundin des Täters wurden einvernommen und nach der Befragung wieder auf freien Fuss gesetzt.

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