Landwirte zittern: Schweiz droht eine Maikäferplage
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Landwirte zittern: Schweiz droht eine Maikäferplage

Insektenforscher schlagen Alarm: Der Schweiz droht eine Maikäferplage, wie sie dieses Land schon seit Jahrzehnten nicht mehr erlebt hat.

«Ich arbeite schon seit bald 30 Jahren in diesem Bereich, aber so viele Maikäfer habe ich noch selten gesehen», fasst Christian Schweizer,

Insektenforscher an der Forschungsanstalt Agroscope Reckenholz, die aktuelle Situation zusammen.

In weiten Teilen der Schweiz – vor allem in den Kantonen Graubünden, Wallis, Obwalden, Nidwalden, Uri, Thurgau sowie dem Berner Oberland – sitzen die Käfer derzeit zu Millionen auf den Bäumen und fressen sie kahl. Verheerend könnte die Situation für die Schweiz aber vor allem im nächsten Jahr werden: Da jeder Käfer mehrmals pro Frühling 50 bis 100 Eier in den Boden legt, könnte es 2009 zu einer wahren Maikäfer-Invasion kommen. Und zu riesigen Schäden für die Landwirte: Denn die Engerlinge, die aus den Eiern schlüpfen, fressen im Boden alle Wurzeln ab. Ein Bündner Landwirt berichtete gestern in «Schweiz aktuell» von Ertragsausfällen wegen Engerlingen von rund 50 Prozent. Den Grund für die aktuelle Maikäferplage, die man mit einem Pilz bekämpfen kann, vermuten Experten in der Klimaerwärmung und den somit idealen Bedingungen für die Engerlinge.

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