1 Mio verkaufte Exemplare: Landwirtschafts-Simulator schlägt «Battlefield 1»

Aktualisiert

1 Mio verkaufte ExemplareLandwirtschafts-Simulator schlägt «Battlefield 1»

Von wegen öde: Der Schweizer «Landwirtschafts-Simulator 2017» trocknet die Konkurrenz in den Gamecharts ab. Selbst Blockbuster haben das Nachsehen.

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srt
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Eine Million Hobby-Bauern: Die Schweizer «Landwirtschaft Simulation 2017» hat weltweit die Gamecharts gestürmt und sich schon mehr als eine Million Mal verkauft.

Eine Million Hobby-Bauern: Die Schweizer «Landwirtschaft Simulation 2017» hat weltweit die Gamecharts gestürmt und sich schon mehr als eine Million Mal verkauft.

Giants Software
Landwirtschafts-Simulatoren sind derzeit enorm beliebt. Sie sind die Anti-These zu hektischen Shootern wie «Call of Duty: Infinite Warfare» - einen Titel übrigens, den der LaWi 2017 in den Steam-Charts hinter sich lassen konnte.

Landwirtschafts-Simulatoren sind derzeit enorm beliebt. Sie sind die Anti-These zu hektischen Shootern wie «Call of Duty: Infinite Warfare» - einen Titel übrigens, den der LaWi 2017 in den Steam-Charts hinter sich lassen konnte.

Giants Software
Grafisch ist das Spiel kein High-End-Erlebnis. Doch für ein bisschen Erdung ist das Schweizer Game eine wahre Wohltat.

Grafisch ist das Spiel kein High-End-Erlebnis. Doch für ein bisschen Erdung ist das Schweizer Game eine wahre Wohltat.

Giants

Der «Landwirtschafts-Simulator 2017» verkauft sich wie warme Weggli: Vier Wochen nach dem Release hat das für PC, PS4 und Xbox One erhältliche Simulationsspiel von Entwickler Giants Software in Schlieren bereits die Schwelle von einer Million verkaufter Exemplare erreicht. Mehr als eine Million Hobby-Farmer ernten, graben oder sähen derzeit also auf dem virtuellen Bauernhof aus der Schweizer Pixelschmiede.

Damit feiern die Entwickler im Vergleich zum Vorgänger nahezu die doppelte verkaufte Spielmenge im gleichen Zeitraum. Dabei war auch der LaWi 2016 alles andere als ein Flop: Die Gesamtverkäufe belaufen sich auf 3 Millionen verkaufte Einheiten seit seinem Release. Doch der LaWi 2016 war deutlich langsamer unterwegs als die aktuelle Version.

Beliebt auf PC

Auffällig ist, dass die meisten Käufer die Simulation auf dem PC spielen. In Deutschland musste sogar der Mega-Shooter «Battlefield 1» kurz nach seiner Veröffentlichung die Spitzenposition in den PC-Verkaufscharts räumen und wurde auf Platz 3 verbannt. Denn die Agrarsimulation hielt mit der Standard und Collector's Edition die ersten beide Plätze.

Auch für die Konsolen PS4 und Xbox One ist die Schweizer Simulation erschienen und kletterte international an die Spitze der Verkaufscharts. Via Steam konnte das Spiel zudem 220'000 verkaufte Exemplare vermelden. Damit liess der Titel Blockbuster wie «Call of Duty – Infinite Warfare» hinter sich. Entsprechend gross ist die Freude bei den Machern.

«In einer solch kurzen Zeit eine Million Spieler zu erreichen, ist grossartig. Es macht uns nach all der Arbeit, die wir in den Landwirtschafts-Simulator 17 gesteckt haben, wahnsinnig stolz. Es ist toll, dass unser bisher grösstes Projekt von der Community so fantastisch angenommen wird», erklärt Thomas Frey, Creative Director von Giants Software.

Unfreiwillige PR?

Dabei unterscheidet sich die neue Version nicht gross von seinem Vorgänger. Auch der LaWi 2017 ist als Open-World-Game konzipiert, bei dem sich der Spieler frei bewegen kann. Die Singleplayer-Kampagne macht den Spieler zum Bauern oder zur Bäuerin. Ziel ist es, den eigenen Betrieb wirtschaftlich möglichst sinnvoll zu führen oder mit geschickten Investitionen zu vergrössern.

Im Vorfeld hatte der «Landwirtschafts-Simulator 2017» für Aufsehen gesorgt, weil sich Peta mit einem offenen Brief an die Schweizer Entwickler gewendet hatte. Da in der Simulation erstmals mit Schweinefleisch gewirtschaftet werden kann, forderte die Tierschutzorganisation, dass man das blutige Abschlachten der Zuchttiere auch sehen soll. Bislang ohne Erfolg – und den Verkaufszahlen hat die Aktion ganz offenbar auch nicht geschadet.

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