530 Kilogramm Kokain: Lange Haftstrafen für Grossdealer
Aktualisiert

530 Kilogramm KokainLange Haftstrafen für Grossdealer

Zwölf und acht Jahre müssen die Kokainhändler hinter Gitter, die für einen der grössten Drogenschmuggel der Schweiz verantwortlich sind, wie das Obergericht jetzt urteilte.

In einem der grössten Drogenfälle der Schweizer Justizgeschichte hat das Zürcher Obergericht am Montag das Urteil gegen zwei Drogenhändler gefällt: Die zwei angeklagten Kokain-Dealer wurden zu zwölf und acht Jahren Freiheitsstrafe verurteilt. Das Obergericht bestätigte damit ein Urteil des Bezirksgerichtes Bülach vom September 2010, welches für die beiden Drogenhändler bereits unbedingte Freiheitsstrafen in dieser Höhe verhängte.

Der italienische Gelegenheitsarbeiter, der zwölf Jahre Freiheitsstrafe erhält, und der Schweizer Geschäftsmann, der für acht Jahre hinter Gitter muss, hatten 530 Kilogramm Kokain aus Kolumbien in die Schweiz geschmuggelt - versteckt in Bananenkisten.

Die Lieferungen kamen jeweils über den Seeweg nach Belgien, wurden dort in Lastwagen verladen und schliesslich nach Embrach gefahren. Die Kokainsäckchen waren jeweils in die Böden der Bananenschachteln eingearbeitet. Aufgeflogen waren sie 2005, als einer Kompost-Firma auffiel, dass jemand tonnenweise einwandfreie Bananen entsorgte. (sda)

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