Westumfahrung: Lange Staus bei der Eröffnung
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WestumfahrungLange Staus bei der Eröffnung

Die A3 Westumfahrung Zürich ist in der Nacht auf Montag zwischen den Verzweigungen Zürich-West und Zürich-Süd für den Verkehr freigegeben worden. Der Verkehr auf dem neuen Autobahnabschnitt rollte störungsfrei. Auf der alten Ausfahrt im Raum Sihlhochstrasse-Brunau gab es dagegen lange Staus.

Autofahrer mussten auf der Sihlhochstrasse-Brunau laut Viasuisse Wartezeiten von bis zu einer Stunde in Kauf nehmen, um in die Stadt Zürich zu gelangen. Am späteren Nachmittag waren es laut Heiko Ciceri von der Verkehrspolizei Stadt Zürich noch 40 Minuten.

Verursacht worden seien die Staus einerseits von Automobilisten, die in die Stadt hinein gelangen wollten, anderseits von Automobilisten, welche aus jahrzehntelanger Gewohnheit die bisherige Ausfahrt genommen hätten, um durch die Stadt hindurchzufahren, erklärte Ciceri.

Sechs bis acht Wochen bis sich Situation beruhigt

In der Stadt Zürich hatte die Polizei am Wochenende Massnahmen umgesetzt, um den Verkehr langfristig auf die neue Westumfahrung zu lenken. So wurden die bisherigen Transitachsen Seebahn- und Weststrasse von jeweils zwei auf eine Spur pro Fahrtrichtung reduziert. Dieser von Ciceri als «gewaltig» bezeichneter Eingriff ist offenbar gewöhnungsbedürftig. Die Verkehrspolizei rechnet mit einer Dauer von sechs bis acht Wochen, bis sich das neue Verkehrsregime stabilisiert hat.

Eröffnung verläuft problemlos

Am späten Sonntagabend um 23.59 Uhr wurden die Signale der Westumfahrung von Westen Richtung Osten und gleichzeitig am Uetliberg-Tunnel erstmals auf Grün geschaltet, wie Dominik Bonderer von der Baudirektion des Kantons Zürich auf Anfrage sagte. Dadurch erhielt der Verkehr ab Urdorf über die Verzweigung Zürich-West bei Wettswil bis zur Verzweigung Zürich-Süd bei Brunau freie Fahrt. Um 00.31 Uhr am Montag gab die Polizei auch die Fahrspuren in die Gegenrichtung frei. Ab diesem Zeitpunkt war damit der neue Autobahnabschnitt durch den Aescher- und den Uetlibergtunnel in beide Richtungen offen.

Ein Deutscher als Erster

Das erste Fahrzeug, das laut Bonderer unmittelbar nach der Freischaltung um 23.59 Uhr den neuen Uetliberg-Tunnel durchfuhr, war ein deutscher Personenwagen mit angehängtem Wohnwagen. Die Behörden hatten zuvor den genauen Zeitpunkt der Verkehrsfreigabe geheim gehalten, um ein Wetteifern um die erste Durchfahrt zu verhindern. Der Verzicht auf die Bekanntmachung einer fixen Zeitangabe habe sich ausbezahlt, teilte die Kantonspolizei Zürich mit. In Ruhe habe man so mit den Arbeiten beginnen können. Signale seien angebracht und Abschrankungen entfernt worden. Beobachtungen unmittelbar nach der Freigabe des neuen Autobahnabschnitts und später während des Berufsverkehrs hätten gezeigt, dass die Autofahrer gut mit der neuen Strecke zurechtgekommen seien. (sda)

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