Aktualisiert 20.05.2007 17:16

Lange Staus und viele Motorradunfälle

Lange Staus haben am Wochenende vor allem auf den Nord-Süd-Achsen die Rückreise aus dem verlängerten Auffahrt-Wochenende beeinträchtigt.

Auf der San-Bernardino-Route blieben die Fahrzeuge am Sonntag stundenlang auf einer Länge von zehn Kilometern stehen, vor dem Gotthardtunnel war der Stau meist etwas kürzer.

Die grössten Behinderungen wurden nach Angaben von Viasuisse am Sonntagnachmittag vor den beiden Südportalen am San Bernardino und am Gotthard mit Staus von durchschnittlich sechs bis zehn Kilometern Länge registriert. Aber auch auf der nördlichen Seite des Gotthard-Strassentunnels kam der Verkehr am Sonntag nur zähflüssig voran, und auf der Strasse zwischen Amsteg und Altdorf behinderte ein Radrennen die Durchfahrt noch zusätzlich. An den Bahnverladestationen kam es vor allem am Lötschberg zu Wartezeiten.

Schwere Unfälle mit einer ganzen Reihe von Verletzten gab es im Verlauf des mehrheitlich sommerlichen Wochenendes mit Temperaturen von zum Teil deutlich über 25 Grad vor allem mit Motorrädern. Auf der Grimsel-Passstrasse bei Guttannen (BE) wurden am Sonntag drei Personen zum Teil schwer verletzt, als sie mit ihren zwei Maschinen frontal zusammenprallten. Zwei weitere Motorradfahrer wurden am Samstag auch in der Luzerner Gemeinde Malters verletzt, als ein überholender Lenker einen abbiegenden Lernfahrer streifte. Insgesamt vier verletzte Töfffahrer wurden schliesslich auch aus den Kantonen Graubünden und Uri gemeldet. Meldungen über tödliche Verkehrsunfälle während des Wochenendes lagen bis am Sonntagabend nicht vor, seit Auffahrt waren auf den Schweizer Strassen aber mindestens sieben Menschen ums Leben gekommen.

Am Reissend Nollen oberhalb von Engelberg im Kanton Obwalden starb am Samstagmorgen ein 35-jähriger Tourengänger. Er gehörte zu einer dreiköpfigen Gruppe, die vom Kleintitlis über den Ostgrat zum Gipfel aufsteigen wollte. Auf dem harten Untergrund rutschte der Mann jedoch aus stürzte 300 Meter in die Tiefe. Bei Frutigen im Berner Oberland starb am späten Samstagnachmittag ein 37-jähriger Mann aus dem Kanton Bern, als er mit seinem Kanu auf der Engstligen kenterte. Er wurde gegen ein Ansammlung von Schwemmholz gedrückt und anschliessend von den Wassermassen überspült. Seine Leiche konnte wegen der schwierigen Verhältnisse erst Stunden nach dem Unfall geborgen werden. (dapd)

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