Umstrukturierung: Lange Wartezeiten wegen Überlastung bei Kesb

Aktualisiert

UmstrukturierungLange Wartezeiten wegen Überlastung bei Kesb

Die Berner Kesb soll künftig entlastet werden und effizienter arbeiten können. Dazu will der bernische Regierungsrat das Gesetz anpassen.

Die Mitarbeitenden der Berner Kesb sollen künftig entlastet werden.

Die Mitarbeitenden der Berner Kesb sollen künftig entlastet werden.

Über gewisse Geschäfte soll neu eine Einzelperson entscheiden: der Präsident der einzelnen Kindes- und Erwachsenenschutzbehörden oder ein bestimmtes Behördenmitglied. Dabei geht es um Geschäfte, die aufgrund ihres Inhalts nicht zwingend ein interdisziplinäres Gremium erfordern.

Der Ausbau dieser Einzelzuständigkeiten entlaste zum einen die Behördenmitglieder, wie der bernische Regierungsrat am Freitag mitteilte. Zum anderen gewinne die Behörde mehr Zeit für jene Geschäfte, die zwingend innerhalb eines Dreierkollegiums zu beraten seien. Das sei effizienter und qualitativ besser.

Lange Wartezeiten wegen Überlastung

«Die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörden des Kantons Bern leiden unter einer hohen Arbeitslast», schreibt der Regierungsrat. Das habe für die schutzbedürftigen Personen «zum Teil überlange Wartezeiten zur Folge».

Um die hohe Arbeitslast zu verringern, sollen nun also die Abläufe vereinfacht, Gesetzeslücken geschlossen und Schnittstellen zu anderen Behörden geklärt werden.

Die Vorlage zur Änderung des Kindes- und Erwachsenenschutzgesetzes befindet sich bis Ende April 2015 in der Vernehmlassung. Die neuen Regelungen werden voraussichtlich 2016 in Kraft treten. (sda)

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