Aktualisiert 23.08.2005 20:10

Langes Warten auf Sandsäcke

«Zwei Lastwagen mit Sandsäcken sind vorbeigefahren, wir sind leer ausgegangen», regte sich James Zerbini auf.

Sein Geschäft liegt an der vom Hochwasser bedrohten Gütschstrasse. Vormittags um 10.30 Uhr rief er bei der Feuerwehr an, um zu erfahren, wo er Sandsäcke bekommen konnte. Nur eine Viertelstunde später stand er am Franziskanerplatz.

Um halb vier stand er immer noch da – wie Dutzende andere Luzerner. Seit gestern Morgen sind Sandsäcke Mangelware in Luzern, von auswärts rollte Hilfe an. 3000 Säcke sollten aus Basel angeliefert werden, doch die Sattelschlepper blieben zunächst in der Luzerner Agglomeration stecken.

Unterdessen machte ein gerissener Verkäufer mit herbeigekarrtem Sand das grosse Geld. Um 16 Uhr das grosse Aufatmen: Die Brummis aus Basel trafen ein und James Zerbini ging mit zwei Säcken nach Hause.

(dag)

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