Aktualisiert 05.01.2011 16:24

Afghanistan

Langfristige Offensive gegen Taliban gestartet

Die afghanische Regierung will den Kampf gegen die radikal-islamischen Aufständischen im Land verstärken und hat dafür eine langfristig angelegte Offensive gestartet.

Wie ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in Kabul am Mittwoch mitteilte, begann zu Jahresbeginn die zivil-militärische Operation «Omid» (Hoffnung), mit der die Aufständischen vor allem in den Regionen des Südens und Ostens zurückgedrängt werden sollen. Durch Entwicklungsprojekte solle gleichzeitig der Einfluss staatlicher Institutionen ausgebaut werden.

Den Angaben zufolge übernehmen afghanische Sicherheitskräfte die Führung der Operation. Unterstützt werden sie von den rund 150 000 Soldaten der Internationalen Schutztruppe Isaf.

Im vergangenen Jahr hatte sich die internationale Staatengemeinschaft darauf verständigt, die Verantwortung für die Sicherheit am Hindukusch schrittweise an die Afghanen zu übertragen.

Bereits im ersten Halbjahr 2011 sollen die ersten Provinzen übergeben werden. Ende 2014 soll der Prozess abgeschlossen sein und der Nato-Kampfeinsatz in Afghanistan enden. (sda)

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